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20. Oktober 2018

„Beispiellos“: Raumforschungsexperte zu Sojus-Panne – Sputnik Deutschland




Technik

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Der russische Raumforschungsexperte Natan Ejsmont hat in einem Gespräch mit Sputnik die Havarie in Kasachstan beim Start der Sojus-Rakete zur ISS kommentiert.

Laut ihm ist es „einfach schrecklich und beispiellos, dass die Triebwerke in der zweiten Stufe versagen“.

Mehr zum Thema: Nach Sojus-Start – Trägerraketenpanne>>>

„Gott sei Dank haben die Systeme, die einen sicheren Abstieg und eine sichere Rückkehr zur Erde ermöglichen, funktioniert. Das ist ein Trost, ein großer Trost. Das Wichtigste in diesem Fall sind die Leben der Astronauten“, erläuterte Ejsmont, der als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Russischen Akademie der Wissenschaften tätig ist.

Er zeigte sich sicher, dass die Ursache der Havarie festgestellt würde – und zwar ziemlich schnell, wenn alle Bestandteile der Sojus-Rakete auf die Erde zurückgekehrt seien.

„Natürlich tritt hier immer ein Interessenkonflikt auf – ein Streit der Teilnehmer darüber, wer schuld ist, und jeder wird argumentieren, dass es nicht er gewesen sei“, räumte Ejsmont ein.

Dies werde zu einigen Komplikationen beim Betrieb von Sojus-Geräten führen. Solche unangenehmen Auswirkungen seien jedoch immer bei Havarie-Situationen zu erwarten.

Am Donnerstag kam es kurz nach dem Start einer Sojus-MS-10-Rakete am Kosmodrom Baikonur zu einer Panne in der zweiten Raketenstufe. An Bord waren der russische Kosmonaut Alexej Owetschkin und der US-Astronaut Nick Hague, die sich der Expedition 57 auf der Internationalen Raumstation anschließen sollten. Das Havariesystem der Rakete funktionierte erfolgreich und die Kosmonauten machten eine Notlandung in Kasachstan.





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