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16. Oktober 2019

„Anti-Abschiebe-Industrie“ ist Unwort des Jahres




Das „Unwort des Jahres 2018“ heißt „Anti-Abschiebe-Industrie“. Das gab die Jury in Darmstadt bekannt. Der Ausdruck geht auf CSU-Politiker Alexander Dobrindt zurück.

Die Jury hat aus fast 900 Einsendungen und mehr als 500 eingegangenen Vorschlägen das Unwort des Jahres gekürt. Die Wahl 2018 fiel auf „Anti-Abschiebe-Industrie“. Die Formulierung sei im Mai 2018 durch den CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt „als offensichtlicher Kampfbegriff in die politische Diskussion eingeführt worden“, teilte die Jury um Sprecherin Nina Janich, Professorin an der Technischen Hochschule Darmstadt, mit. Neben Janich gehören drei Sprachwissenschaftler und ein Journalist dem Gremium an. Ergänzt wird es jedes Jahr um einen Gast.

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Der Ausdruck zeige, „wie sich der politische Diskurs sprachlich und in der Sache nach rechts verschoben hat und sich damit auch die Sagbarkeitsregeln in unserer Demokratie in bedenklicher Weise verändern“, so die Begründung der Jury. „Er unterstellt denjenigen, die abgelehnte Asylbewerber rechtlich unterstützen und Abschiebungen auf dem Rechtsweg prüfen, die Absicht, auch kriminell gewordene Flüchtlinge schützen und damit in großem Maßstab Geld verdienen zu wollen.“

Nach Angaben der Jury sei mit Abstand am häufigsten der Begriff „Asyltourismus“ eingesendet worden. Unwörter waren zuletzt „alternative Fakten“ (2017), „Volksverräter“ (2016), „Gutmensch“ (2015) und „Lügenpresse“ (2014).

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