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Lange hat seine Rückkehr in die „große Politik“ nicht gedauert: Der ehemalige Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Friedrich Merz, arbeitet wieder als Aufsichtsratschef beim Finanzunternehmen Blackrock. Damit könnten sich die Hoffnungen einiger CDU-Politiker zerstreuen, dass Merz künftig eine tragende Rolle innerhalb der Partei übernimmt.

Nach Informationen des „Spiegel“ behält Friedrich Merz nach seiner kurzen Pause während der Wahl zum CDU-Vorsitz seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender bei Blackrock Deutschland. Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion arbeitet seit Anfang 2016 für die amerikanische Fondsgesellschaft. Er hatte das Amt während seiner Bewerbung um den CDU-Parteivorsitz vorübergehend ruhen lassen.

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Merz schlägt Forderungen in den Wind

Nach seiner Niederlage gegen die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gab es innerhalb der Partei Forderungen, Merz solle dennoch eine wichtige Rolle bei den Christdemokraten spielen. Sogar von einem Posten als Bundesminister war die Rede. Doch während der ebenfalls bei der Wahl unterlegene Bundesgesundheitsminister Jens Spahn klar seine Zusammenarbeit mit Kramp-Karrenbauer bekräftigte, ließ Merz dies auf dem Bundesparteitag der CDU im Dezember noch offen.

Nicht selbstverständlich…

Nun ist aber klar: Merz habe in einem Gespräch mit Blackrock-Chef Larry Fink vereinbart, weiter für die Amerikaner zu arbeiten. Das ist nicht selbstverständlich, denn Fink war laut Medienberichten sehr verärgert über Merz’ Entscheidung, für den CDU-Parteivorsitz zu kandidieren. Der Politiker hatte den Blackrock-Chef erst spät und fast zeitgleich mit seiner Kandidatur informiert. Als CDU-Parteichef hätte er den Aufsichtsratsposten endgültig niederlegen müssen.

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Ein voller Terminkalender

Merz ist damit wieder als Aufsichtsratschef für die Fongesellschaft Blackrock tätig, die für überwiegend private Investoren mehr als 6000 Milliarden Dollar angelegt hat und weltweit an Tausenden Unternehmen beteiligt ist. Kommende Woche soll Merz mit einer Blackrock-Delegation um Larry Fink zum Weltwirtschaftsforum ins schweizerische Davos reisen. Ganz aus der Politik will sich Merz aber anscheinend nicht zurückziehen: Der 63-Jährige soll Kramp-Karrenbauer künftig vor allem in Wirtschafts- und Steuerfragen beraten.





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Von Veritatis

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