Gesellschaft

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Der deutsche Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat ein milliardenschweres Programm konzipiert, das für drei bis vier Millionen ehemalige Geringverdiener die Rente aufstocken und so die Altersarmut verhindern soll.

„Sehr viele Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, landen wegen ihrer niedrigen Löhne als Rentner in der Grundsicherung“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. Als Beispiel nannte der Minister die Rente einer Friseurin, die 40 Jahre lang auf Mindestlohnbasis gearbeitet habe und mit einer Rente von nur 514 Euro rechnen könne.

Entsprechend dem von Heil vorgeschlagenen Modell soll die Rente für Geringverdiener um bis 447 Euro monatlich angehoben werden.

Die Union CDU/CSU und die SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass die neue Grundrente ein Alterseinkommen zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs garantieren soll. Laut Heil ist es sein Ziel, das Unterstützungsprogramm für Rentner aus Steuermitteln finanzieren zu lassen.

Nach Heils Angaben prüft die Rentenversicherung künftig bei jedem Versicherten automatisch, ob er Anspruch auf Grundrente hat, und berechnet anhand der gesammelten Rentenpunkte einen Zuschuss. Die höchste Aufwertung soll bei 447 Euro liegen.

Die Grundrente solle zum 1. Januar 2021 in Kraft treten und werde nicht nur für Neu-Rentner, sondern auch für die bisherigen Rentner gelten. Zu 75 Prozent würden Frauen von der neuen Grundrente profitieren, so der Minister.





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Von Veritatis

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