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20. April 2019

Kommt Russland Venezuela nach US-Putsch zu Hilfe?



Am Sonntag ist auf dem Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine leere Boeing 777 der russischen Airline Nordwind gelandet. Es heißt, die Maschine soll mit 20 Tonnen Gold der venezolanischen Zentralbank beladen worden sein. Nachdem Venezuela durch US-Sanktionen von ihren Öl-Einnahmen abgeschnitten sind, werden Goldreserven zu den überlebenswichtigsten Devisenquellen für Präsident Maduro, der von den USA geschasst werden soll. Offenbar will er einen Teil seiner Goldreserven ins Ausland bringen lassen, um wieder an dringend benötigte Devisen heranzukommen.

Möglich ist zudem, dass russische Diplomaten aus Venezuela evakuiert werden sollten. Denn inzwischen hat sich der selbsternannte und von den USA anerkannte „Interimspräsident“ Juan Guaido positioniert. Die Sprecherin des russischen Außenamtes sagte zu der Flugzeuglandung lediglich, dass Moskau nicht über die Evakuierung russischer Diplomaten, ihrer Familien sowie Angestellten russischer Unternehmen spreche. Das russische Flugzeug stand mehrere Tage auf dem Flughafen von Caracas.

Kreml-Sprecher Peskow dementierte, dass Russland venezolanisches Gold ausfliegen sollte. Dem Kreml lägen dazu keine Informationen vor. Russland sei jedoch bereit, auf jede erdenkliche Weise zur Lösung der innenpolitischen Lage in Venezuela beizutragen, ohne in die inneren Angelegenheiten des Landes einzugreifen.

Goldtransporte aus Venezuela ins Ausland gab es jedoch immer wieder. Denn Venezuela verfügt über große Minen. Beweise für die Behauptung, dass Russland 20 Tonnen Gold außer Landes gebracht habe, gibt es allerdings nicht. Insider der venezolanischen Zentralbank wollen aber von dem Goldtransport gewusst haben.

Maduro hatte erst vor wenigen Tagen mit Putin über eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Öl, Gas und Militär gesprochen. Der staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft hat zudem in venezolanische Ölfelder investiert.

Öl wird heute das neue Gold genannt und Venezuela gehört neben dem Nahen Osten zu den Ländern, mit den größten Erdölvorkommen. Ein Putsch seitens der anglo-amerikanischen Imperialisten ist also nachvollziehbar und wahrscheinlich. Inzwischen hat auch das EU-Parlament Guaido als Interimspräsidenten anerkannt und Neuwahlen in Venezuela gefordert. Damit schließt sich die EU wie gewohnt den transatlantischen Interessen an.

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