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Die USA sind bereit, zum Vertrag über Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite (INF-Vertrag) zurückzukehren, wenn Russland diesen einhalten werde. Dies sagte ein Sprecher des US-Außenamtes am Samstag gegenüber Sputnik auf die Bitte hin, die Ankündigung des russischen Präsidenten über die Aussetzung der Teilnahme an dem Vertrag zu kommentieren.

„Die USA behalten sich das Recht vor, bis zum Abschluss der aktuellen Sechs-Monate-Frist ihre Mitteilung über den Ausstieg aus dem Vertrag zurückzurufen. Und wir wären bereit, diese Frage zu behandeln, wenn Russland zur vollständigen und überprüfbaren Einhaltung (des Vertrages) zurückkehren sollte“, erläuterte der Gesprächspartner der Agentur. Widrigenfalls würde die Ausstiegsentscheidung der USA in Kraft bleiben, fügte er hinzu.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag angekündigt, dass Russland seine Teilnahme am INF-Vertrag aussetze – als Antwort auf das ähnliche Vorgehen der USA. Putin erinnerte ferner an die Mitteilung Washingtons über laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. „Wir werden das Gleiche tun“, sagte er.

Washington hat die Einhaltung der Verpflichtungen zum INF-Vertrag ab dem 2. Februar ausgesetzt und als Grund dafür angegeben, Russland verletzte systematisch die Vertragsbedingungen.

Der bilaterale INF-Vertrag verbietet den Besitz von bodengestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörpern mit Reichweiten von 500 bis 5.500 Kilometern. Moskau und Washington beschuldigen einander immer wieder, gegen die Vertragsbedingungen zu verstoßen. Die USA haben Russland unter anderem vorgeworfen, die echten Möglichkeiten des Marschflugkörpers 9M729 des Iskander-M-Komplexes zu verheimlichen. Wie das Pentagon vermutet, soll diese landgestützte Mittelstreckenrakete eine Reichweite ab 500 Kilometern haben. Moskau weist diese Behauptung zurück.





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Von Veritatis

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