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Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, möglicherweise eine Militärintervention durchzuführen, kommentiert.

Im 21. Jahrhundert über Krieg zu reden, sei „verrückt“, betonte Maduro. „Es ist verrückt zu denken, Herr Donald Trump, dass Sie ihre Truppen hierher schicken können, auf diesen Boden, der sich verteidigen wird“, sagte er am Montag.

Das Völkerrecht verbiete Handlungen dieser Art. „Trumps Erklärung ist illegal, verbrecherisch. Und die rechten Verschwörer applaudieren ihm und marschieren auf. Sie bitten um eine Militärintervention in ihre eigene Heimat. Wir bitten Gott, ihnen zu vergeben, sie wünschen sich etwas Schlechtes für ihre eigene Heimat.“

Das Vorgehen der USA ist Maduro zufolge einzig und allein auf das Interesse am venezolanischen Erdöl zurückzuführen.

„Ich frage heute – was ist der Casus Belli, um Venezuela den Krieg zu erklären, Herr Donald Trump? Wie gefährdet denn Venezuela die Interessen der USA? Aus welchem Grund ist Trump bereit, Truppen nach Venezuela zu schicken?“

Die Antwort auf diese Fragen lautet dem Staatschef Venezuelas zufolge: Das Öl und die Naturressourcen seines Landes.

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Das venezolanische Volk sei friedfertig, betonte Maduro. In seinem Land werde es keinen Krieg geben. Der Frieden werde siegen.

Zuvor hat Trump in einem Interview mit dem US-Sender CBS erklärt, das Entsenden von US-Soldaten nach Venezuela sei für ihn durchaus „eine der Optionen”.

Venezuela ist seit Monaten mit einer Hyperinflation und Versorgungskrise konfrontiert. Der Bevölkerung des ölreichsten Landes der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor diesem Hintergrund kommt es zu Protesten gegen Staatschef Maduro, der im Mai 2018 für eine zweite Amtszeit gewählt und am 10. Januar vereidigt wurde.

In der vergangenen Woche eskalierten die Proteste. Berichten zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen mindestens 16 Menschen getötet. Daraufhin erklärte Oppositionschef Juan Guaidó Präsident Maduro für abgesetzt und sich selbst zum Übergangs-Staatschef.

Am vergangenen Montag hatten Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Schweden und Österreich den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt.

 





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Von Veritatis

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