Die „Gelben Westen“ von Stuttgart sind inzwischen auch in den Bundesmedien aufgetaucht. Der Protest richtet sich gegen die Fahrverbote der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Er umfasst inzwischen mehr als 1.000 Demonstranten. Wenig in Frankreich, viel für Deutschland, wie Beobachter wissen und anmerken. Die Politik muss hier sogar genau hinhören. Bald sind Kommunalwahlen – das beste Druckmittel.

Neckartor im Blick

Die „schmutzigste Strasse“ Deutschlands ist das „Neckartor“, so die Darstellung in den Medien. Die Bundesstraße führt direkt durch Stuttgart, das ohnehin in einem Tal liegt. Hier wurden die höchsten Belastungen mit Stickoxid gemessen, sodass die „Deutsche Umwelthilfe“ leichtes Spiel hatte, ein Fahrverbot durchzusetzen.

Auch die Schweizer „NZZ“ berichtet mittlerweile über die Demonstrationen, die sich gegen solche Fahrverbote etabliert haben. „Die Weste ist das Symbol dafür geworden, dass wir uns als Bürger nicht mehr alles von den Politikern gefallen lassen“, zitiert sie einen Demonstranten. Die „Älteren“ seien klar in der Mehrheit. Es gebe mehr Frauen als Männer. Aber der Protest sei ernst, man fürchte hier um die Arbeitsplätze, man fürchte um den Lebensstil in der Autoregion.

Gegner der Demonstranten sind offenbar in erster Linie die Grünen. Sie führen in der Stadt Stuttgart unter dem Oberbürgermeister Kuhn. Sie stellen die Führung der Landesregierung. Und sie beziehen sich auf die geringe Anzahl an Messstationen: Denn die beiden Messstationen lieferten zu wenige Ergebnisse, um die Belastung stichhaltig nachzuweisen. Stuttgart solle es den Münchnern nachmachen. Die haben gemessen – auf eigene Faust. Dort stellte sich dann heraus, dass die „gemessenen Konzentrationen an fünf Messstellen“ schlicht nicht so hoch ist, wie behauptet wurde. Die Bilanz ist aus Sicht der Umweltschützer peinlich: 20 neue Messstellen wurden errichtet, eine deutlich höhere Belastung ergab sich lediglich an 4 Stellen.

Offensichtlich hilft der Unmut in der Bevölkerung inzwischen weiter.

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Von Veritatis

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