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Russland ist weiterhin bereit, Gas-Transitlieferungen durch die Ukraine zu leisten, und zwar unter von Moskau gestellten Bedingungen. „… Wir sind bereit, den ukrainischen Gastransit fortzusetzen, aber unter für uns geeigneten Bedingungen“, sagte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Pankin.

„Vom Standpunkt der Verbraucher in der EU, die russisches Gas kaufen, haben sie es mit einem recht zuverlässigen Lieferanten, Gazprom, zu tun. Deshalb, als wir ‚Nord Stream‘ gebaut haben und, wie ich hoffe, auch ‚Nord Stream 2‘ bauen werden, handelt es sich um russisches Gas, das an die europäischen Verbraucher geliefert wird“, so Pankin.

„Sollten diesem Projekt Hindernisse in den Weg gelegt werden, um Russland dazu zu zwingen, das Gas durch die Ukraine unter deren Bedingungen und mit deren Tarifen und bei juristischer Unklarheit zu pumpen — und einer der Vorwände für antirussische Sanktionen ist gerade ‚Nord Stream 2‘ —, so wird sich bei uns sicherlich nichts abspielen“, so der Diplomat.

Die neue Ostsee-Pipeline sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland vor. Alle Länder, durch deren Hoheitsgewässer die Leitung gebaut wird (Russland, Deutschland, Finnland und Schweden), haben bereits zugestimmt. Nur Dänemark hat noch keine Entscheidung getroffen. Sollte es sich dagegen äußern, wird die Pipelineroute etwas korrigiert, ein alternativer Plan liegt schon in der Schublade. Die Bauarbeiten sollen Ende 2019 abgeschlossen werden.

Gegen Nord Stream 2 machen mehrere Länder Front, vor allem die Ukraine, die um ihre Einnahmen aus dem Transit des russischen Gases fürchtet, aber auch die USA, die ihre ambitiösen Pläne für den Export ihres Flüssiggases nach Europa durchzusetzen versuchen, sowie Polen, Lettland und Litauen.





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Von Veritatis

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