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24. August 2019

Profitabel für Konfekthersteller: Japanerinnen rebellieren gegen diese Tradition




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Japanische Frauen wollen nicht mehr der eingebürgerten Tradition folgen und ihren männlichen Kollegen Schokolade zum Valentinstag schenken. Denn viele müssen dafür Tausende Yen ausgeben, um Vorwürfen und Beleidigungen auszuweichen.

Darüber schreibt die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag.

In Japan wird diese Praxis „giri choco“ – Pflichtschokolade – genannt. Traditionsgemäß müssen sich Männer am 14. März, dem so genannten Weißen Tag, dafür „revanchieren“. Diesen Brauch haben offensichtlich Süßwarenhersteller ins Leben gerufen, um ihre Verkaufszahlen zu erhöhen.

Statistischen Angaben zufolge werden 60 Prozent der japanischen Frauen am kommenden 14. Februar Schokolade für sich selbst, mehr als 56  Prozent für ihre Angehörigen und 35 Prozent für ihre Partner kaufen. Etwa 35 Prozent wollen ihre männlichen Kollegen mit Süßigkeiten verwöhnen.

Laut der Zeitung ist diese Tradition für viele Japanerinnen sehr aufwendig. Einige Unternehmen haben sogar derartige Schenkungsakte für ihre Angestellten verboten.

Das Blatt erinnert daran, dass sich Mitte der 1950er Jahre in Japan ein intensiver Vertrieb von Geschenken zum Valentinstag entwickelt hatte, wobei ein Millionen-Markt entstand. Damit können einige Hersteller in nur wenigen Tagen einen bedeutenden Teil ihres Jahresgewinns erhalten.





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