Wegen einer Aussage zur Geschichte – Polnischer Premier sagt Jerusalem-Reise ab

Wegen einer Aussage zur Geschichte – Polnischer Premier sagt Jerusalem-Reise ab



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Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat seinen Besuch in Jerusalem abgesagt, wo das Treffen der sogenannten Visegrád-Gruppe (Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) und Israels stattfinden soll. Dies teilt das polnische Fernsehen TVP unter Berufung auf den Kanzleichef des polnischen Premiers, Michał Dworczyk, am Sonntag mit.

Der Grund dafür sei angeblich eine von den Medien verbreitete Äußerung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der gesagt haben soll, dass „die Polen mit den Nazis kollaboriert haben“.

Polen werde auf der Veranstaltung, die am 19. Februar in Israel stattfindet, vom polnischen Außenminister Jacek Czaputowicz vertreten.

Zuvor war berichtet worden, dass das polnische Außenministerium die israelische Botschafterin in Warschau, Anna Azari, einbestellt hatte. Grund war ein von einer israelischen Zeitung wiedergegebenes Zitat des israelischen Premierministers, Benjamin Netanjahu, zum Thema Holocaust.

Im Juni 2018 hatte Polens Präsident Andrzej Duda ein Gesetz unterzeichnet, das die Abschaffung der strafrechtlichen Verfolgung für gegen Polen gerichtete Anschuldigungen wegen von ihnen verübten Holocaust-Verbrechen vorsieht.

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