Venezuelas staatlicher Ölkonzern Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) hat Berichte über eine angebliche Sperrung seiner Konten in Russland als falsch zurückgewiesen und Westmedien vorgeworfen, das venezolanische Volk mitten in der Staatskrise absichtlich in die Irre zu führen.

Reuters hatte unter Verweis auf nicht näher bezeichnete Informanten gemeldet, dass die Gazprombank, eine der größten Banken Russlands, die Konten von PDVSA gesperrt und auch sämtliche Transaktionen mit dem venezolanischen Ölunternehmen eingestellt habe. Damit wolle sich das in Moskau ansässige Geldhaus gegen mögliche US-Sanktionen schützen.

„PDVSA dementiert diese böswilligen Meldungen“, erklärte der venezolanische Konzern am Sonntag. Diese Informationen seien eine „Lüge“ und verfolgten das „Ziel, das Volk Venezuelas zu täuschen“.   Die Gazprombank hält sich mit Kommentaren vorerst zurück.

PDVSA ist die größte Erdölgesellschaft Lateinamerikas. Die USA haben Ende Januar die Konten des Unternehmens bei den amerikanischen Banken gesperrt und gleichzeitig dem venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaidó, der sich selbst zum neuen Präsidenten Venezuelas erklärt hatte, den Zugriff zu den Geldern gewährt.

Venezuela ist seit Monaten mit einer Hyperinflation und Versorgungskrise konfrontiert. Der Bevölkerung des ölreichsten Landes der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor diesem Hintergrund kam es zu Protesten gegen Staatschef Maduro, der im Mai 2018 für eine zweite Amtszeit gewählt und am 10. Januar vereidigt wurde.

Ende Januar eskalierten die Proteste. Berichten zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen mindestens 16 Menschen getötet. Daraufhin erklärte Oppositionschef Juan Guaidó Präsident Maduro für abgesetzt und sich selbst zum Übergangs-Staatschef. In den Folgewochen kam es zu Massendemos zur Unterstützung des gewählten Präsidenten Maduro. Russland, China und eine Reihe anderer Länder bekundeten Maduro ihre Unterstützung.





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Von Veritatis

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