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Die russische Propaganda – die lauert überall. Zumindest scheinen davon einige westliche Journalisten überzeugt zu sein. So hat ein besorgter Reporter in einem Beitrag für die „Washington Post“ aufgerufen, eine russische Serie über Leo Trotzki, die von Netflix ausgestrahlt wird, mit Vorsicht zu genießen.

Die Serie über den russischen Revolutionären enthält laut dem Autor Luke Johnson viel Gewalt, vulgären Sex, Special Effects und Action.

Schaut sich man die Serie genauer an, so wird man sehen, dass es sich bei ihr um „Bemühungen der russischen staatlich kontrollierten Medien“ handelt, ihre Weltanschauung in den Westen zu exportieren, warnt der Autor. „Trotzki“ sei nichts anderes, als Instrument der „sanften Gewalt“ des Kreml.

Die russische Serie hat aus Sicht des US-Journalisten eine heimliche Agenda. Als Begründung weist er auf einen der Produzenten der Serie hin – Konstantin Ernst, den Chef des Ersten Kanals (Russlands wichtigster TV-Sender), der „regelmäßig schmeichelhaft über Putin“ berichte.

„Trotzki“ sei ein Versuch, den russischen Widerstand gegen das „Herausfordern von existierenden Regimes“ und die Kritik am „dekadenten Westen“ zu verbreiten.

Der russische Revolutionär und maßgebliche Organisator der Oktoberrevolution 1917, der unter Stalin in Ungnade geriet und im Exil in Mexiko von einem sowjetischen Agenten ermordet wurde, sei ein „perfektes Instrument“, um diese Vision zu übermitteln. Die Art und Wiese, wie Trotzki in der Serie dargestellt werde, sende eine Botschaft: Revolutionäre mögen vielleicht interessant sein, können aber alles zerstören.

Netflix sollte deshalb laut dem Autor sich gut überlegen, ob es mit „russischen Propaganda-Kanälen“ im Geschäft sein wolle.

Netflix hatte im Dezember 2018 die Rechte für die Serie „Trotzki“ gekauft, die anlässlich des 100. Jahrestag der Oktoberrevolution im Jahr 2017 im russischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Zuletzt war der erfolgreiche russische Zeichentrickfilm „Mascha und der Bär“ im Westen zum Instrument der russischen Propaganda erklärt worden: Mehrere „Experten“ äußerten die Meinung, dass die Kinderzeichentrickserie eine Propagandawaffe in den Händen des Kremls sei.





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Von Veritatis

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