Die deutsche Autoindustrie erwartet in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Inlandsproduktion. In den deutschen Werken dürften mit 4,8 Millionen Pkw rund 5 Prozent weniger Fahrzeuge vom Band rollen. Dies teilte die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf den Verband der Automobilindustrie (VDA) am Samstag mit.

Die Auslandsproduktion dagegen werde aller Voraussicht nach um drei Prozent zulegen auf 11,6 Millionen Pkw. Hintergrund seinen die abflauende Konjunktur, Handels- und Zollrisiken, aber auch der Aufbau und Ausbau von Werken in den USA, Mexiko und China, hieß es.

„Auch in diesem Jahr wird die Auslandsproduktion stärker zunehmen als die gesamte Pkw-Produktion unserer Konzernmarken”, zitiert DPA den Verbandschef Bernhard Mattes.

Die Beschäftigung bei den deutschen Autobauern dürfte 2019 aber stabil bleiben. Alle Märkte seien auf hohem Niveau.

Nach den Worten von Mattes muss ein „harter Brexit” — ein EU-Austritt Großbritanniens ohne Vertrag — vermieden werden. Ein „No-Deal-Szenario” wäre folgenschwer und für Unternehmen und Beschäftigte in der EU-27 mit erheblichen Risiken verbunden. Großbritannien sei, gemessen an den Stückzahlen, Deutschlands größter Pkw-Exportpartner. 2018 sei der Export aus Deutschland bereits um 13 Prozent auf 666 000 Neuwagen gesunken.

Mattes mahnte die EU und die USA, in den Handelsgesprächen „alles zu tun, um eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen”. Den Abschwung am US-Automarkt bekommen die deutschen Hersteller inzwischen weiter zu spüren. Volkswagen, Audi und Daimlers Marke Mercedes-Benz USA meldeten für Februar Absatzrückgänge. BMW trat auf der Stelle. Doch die deutschen Autobauer seinen keine Ausnahmen.

 





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Von Veritatis

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