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24. May 2019

Verleumdungsskandal: „Mail on Sunday“ verweigert russischen Medien ein Interview




Politik

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Die britische Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ hat eine Interviewanfrage von zwei russischen Sendern zu der von ihr kürzlich veröffentlichten Behauptung über eine mutmaßliche frühere KGB-Tätigkeit des amtierenden russischen Botschafters in London, Alexander Jakowenko, abgelehnt.

Die Anfrage um ein Interview ist von den Sendern „NTW“ und „ Rossija“ gestellt worden. Am Dienstag hatte ein Sprecher der Russischen Botschaft in London mitgeteilt, dass die Redaktion der „Mail on Sunday“ zugesichert habe, die von der russischen Botschaft bereitgestellten Einzelheiten zu dem „Fall Jakowenko“ zu untersuchen und diesbezüglich eine Antwort zu geben.

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„Mail on Sunday“ hatte kürzlich im Rahmen einer eigenen „Untersuchung“ behauptet, dass der Diplomat Alexander Jakowenko in den 1980er Jahren ein Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen sein soll. Auf Grundlage dieser „Untersuchungsergebnisse“ hätten sich Mitglieder des britischen Parlaments mit der Bitte an das Außenministerium Großbritanniens gewandt, Ermittlungen in diesem Kontext einzuleiten.

Der russische Botschafter in Großbritannien, Alexander Jakowenko, hatte daraufhin in einem Brief an den Chefredakteur der „Mail on Sunday“ eine offizielle Entschuldigung wegen Verleumdung seitens des Blattes gegen seine Person gefordert. 

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In dem Brief hat der Botschafter auf die falsche Behauptung von „Mail on Sunday“ verwiesen, dass er 1986 angeblich wegen Spionage aus den USA ausgewiesen worden sein soll. 

Laut Jakowenko ist diese Behauptung der britischen Zeitung eine grobe Lüge. 

Jakowenko hatte bei der Ständigen Vertretung der UdSSR bei den Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier in New York von 1981 bis 1986 einen Posten inne und die Vereinigten Staaten fristgerecht bei Ende seines Auslandsdienstes verlassen.

In Anbetracht dessen erwarte der russische Diplomat eine Entschuldigung, heißt es in dem Brief.

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