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22. May 2019

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) muss Glyphosat-Studien herausgeben



Eine brisante Nachricht für Bayer: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) muss nun bislang verschlossene Studien über Glyphosat veröffentlichen (Az. T-716/14, T-329/17). Die Behörde hat bislang die Studien der Hersteller Monsanto (der jetzt zum Bayer-Konzern gehört) und Cheminova zurückgehalten. Grund für die Heimlichtuerei ist der Schutz der Geschäftsinteressen, so die Efas in ihren Stellungnahmen.

Klage von vier Grünen erfolgreich

Die Klage selbst hatten die grünen Abgeordneten des EU-Parlaments Heidi Hautala, Benedek Javor, Michèle Rivasi sowie Bart Staes eingereicht. Der EuGH hat damit bei Beobachtern für eine Überraschung gesorgt. Das Urteil ist über einen Zeitraum von zwei Monaten anfechtbar. Wir hatten an verschiedenen Stellen darauf verwiesen, dass Glyphosat zumindest verdächtigt wird, krebserregend zu sein. Andere hatten sich bei ihrer Ablehnung der Krebsgefahr weit aus dem Fenster gelehnt. Hier ein Beispiel dazu:
„Kritiker werfen dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor, es habe für seinen Bewertungsbericht über die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat bei Monsanto abgeschrieben. Mehr als die Hälfte der wissenschaftlichen Risikobewertungen sollen wörtlich vom Zulassungsantrag abgeschrieben worden sein, berichtet BR Recherche.

Der Plagiatsforscher Stefan Weber und der Biochemiker einer Umweltorganisation, Helmut Burtscher-Schaden, haben den Risikobewertungsbericht des BfR für Glyphosat eingehend untersucht. Bereits 2017 fanden die Forscher darin Hinweise auf Plagiate. Das Gutachten der Plagiatsforscher, das dem EU-Parlament in Straßburg vorgestellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass in weitaus größerem Umfang abgeschrieben wurde, als bislang bekannt.

Zudem ließ der Bericht des BfR eigene Bewertungen zu Glyphosat vermissen. Der Zulassungsantrag von Monsanto für Glyphosat beinhaltete 58 Studien des Agrochemiekonzerns über die Gesundheitsrisiken für den Menschen. Diese hatte der BfR direkt übernommen, obwohl keine der Studien vom Herstellerkonsortium als zuverlässig eingestuft worden ist.

Aufgrund des Ergebnisses der Bewertung für die Wiederzulassung von Glyphosat muss die wissenschaftliche Grundlage stark in Frage gestellt werden. Mit dem Kopieren der Industrie-Studien haben die Gutachter des BfR den Kodex wissenschaftlich qualitativer Arbeit verletzt und die Gesundheit der Bürger bewusst aufs Spiel gesetzt. Glyphosat ist nicht aufgrund von unabhängigen, objektiven, transparenten und wissenschaftlich fundierten Bewertungen auf dem Markt, sondern auf der Grundlage der von Monsanto selbst geschriebenen Studien. Das ist ein Skandal.

Auf Anfrage des BR antwortete das BfR, „man habe keineswegs die Sicht der Antragsteller und deren Interpretation entsprechender Studien unkritisch und ungeprüft übernommen“. Die Prüfbehörde könne Studientexte übernehmen, wenn sie mit der Bewertung des Antragstellers übereinstimme, antwortete das BfR.

Wir meinen: Entweder hat sich das BfR nicht die Mühe gemacht, eigene Bewertungen zu Glyphosat anzustellen. Wahrscheinlicher ist aber, dass das BfR von Monsanto geschmiert wurde.“

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