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Der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich dafür ausgesprochen, die Klimademonstrationen der deutschen Schüler ab und an auch an einem Freitagvormittag durchzuführen, meldet der Deutschlandfunk.

Dobrindt zufolge ist es positiv zu bewerten, wenn eine Generation laut auf ihre Bedürfnisse aufmerksam macht. So könne eine Schüleraktion für den Klimaschutz auch mal an einem Freitagvormittag stattfinden. Allerdings sollten Demonstrationen, die zur Dauereinrichtung würden, besser freitagnachmittags durchgeführt werden, so der Christdemokrat.

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Die Kritik von FDP-Chef Christian Lindner, dass der Klimaschutz ausschließlich den Profis überlassen werden sollte, habe Dobrindt als „total falsch“ bezeichnet. 

„Beim Klimaschutz geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um Emotionen. Deshalb ist Klimaschutz kein Thema ausschließlich für Mathematiker und Eliten, sondern für alle Teile der Gesellschaft“, teilte er mit.

Kürzlich hatte die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt, dass es weniger gut sei, wenn Schüler während der Schulzeit demonstrieren und damit dem Unterricht fern bleiben würden. „Es bleibt die Tatsache, dass sie dafür die Schule schwänzen“, so Kramp-Karrenbauer.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD, Ralf Stegner, hatte ihr daraufhin vorgeworfen, sich gegen das „tolle Engagement“ der Schüler zu stellen.

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Am vergangenen Freitag sind bundesweit mehr als 300.000 Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen, darunter viele Schüler.

Im Rahmen der Bewegung „Fridays for future“ demonstrieren seit Wochen jeden Freitag weltweit Tausende Schüler für mehr Klimaschutz. Gallionsfigur der Bewegung ist die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die für ihr Engagement für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. 

Allerdings bekommt „Fridays for future“ nicht nur Zuspruch, auch kritische Stimmen mehren sich. Es sind vor allem Herren in der zweiten Hälfte ihres Lebens, die dem Schwänzen für den Klimaschutz wenig abgewöhnen können. So sagte der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, gegenüber SNA-Radio: „Ich bin sprachlos vor der Akzeptanz der Instrumentalisierung dieses kleinen Kindes. Es ist doch ganz offensichtlich, dass das kleine Mädchen alles das, was es da sagt, nicht von sich aus erfunden hat. Wenn ich mir anhören muss, dass Frau Merkel es auch unterstützt, dass sie freitags nicht mehr zur Schule geht, dann darf man sich nicht wundern, dass auch Deutschland im internationalen Bildungsvergleich nicht mehr weiterkommt.“





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Von Veritatis

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