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23. April 2019

Mehr als 50 Waffen in Privatwohnung: Ermittlungen zu rechtsextremistischen Anschlagsplänen




Die Polizei hat bei einem Mann in Hannover über 50 Waffen, mehrere Kilo Munition sowie Orden aus dem Dritten Reich gefunden. Die für Terror-Ermittlung zuständige Behörde ermittelt nun auch in Richtung Rechtsextremismus.

Sechzehn Langwaffen, drei Maschinenpistolen, siebzehn Pistolen, acht Revolver und sieben Signalwaffen – und dies ist nur ein Teil der Ausbeute bei der Durchsuchung eines Mannes in Hannover Ende März. Die Polizisten waren in der Wohnung seines Vaters, in der er noch ein Zimmer hatte, auf die Waffen, etwa 100.000 Euro sowie Devotionalien aus der NS-Zeit gestoßen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat nun Ermittlungen gegen den 29-Jährigen wegen möglicher Anschlagspläne aufgenommen. Wegen der Orden und Ehrenzeichen aus der Zeit des Nationalsozialismus würde auch geprüft, ob der Verdächtige rechtsextremistisch eingestellt sei, so Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. „Er hat uns nicht verraten, was er damit vorhat“, so Kolkmeier zum Waffen- und Munitionsfund. Da dies alles „merkwürdig und auffällig“ sei, habe die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen, berichtet SPON.

Dem in U-Haft einsitzenden Verdächtigen wird bislang Verstoß gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.





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