Go to ...
RSS Feed

20. July 2019

Unschuldige als Beifang: US-Polizei nutzt Google-Tracking für Schleppnetzfahndungen




Die Google-Datenspur in Smartphones nutzt die US-Polizei in großem Stil: Die Strafverfolgungsbehörden greifen massiv auf den sogenannten Sensorvault zu, die Standortdatensammlung des Softwareherstellers.

Die US-Behörden fordern in Ermittlungen zu Kriminalfällen immer öfter die Herausgabe von Standortdaten durch Google an, mittlerweile gäbe es massive flächendeckende Abfragen der Google-Standortdaten, etwa von Android-Smartphones. Das berichtet die „New York Times“ (NYT). Dabei geraten auch Unschuldige in deren Fänge, berichtet die Zeitung weiter.

Wer ein Smartphone benutzt, hinterläßt digitale Fußabdrücke: Im Fokus sind Android-Smartphones, wo Google ein sehr genaues Bild der Bewegungen der Nutzer erhält. Insbesondere dann, wenn diese selbst optionale Einstellungen wie den sogenannten Standortverlauf aktivieren. Die registrierten Daten werden zum Beispiel genutzt, um in Echtzeit Informationen zur Verkehrslage für den „Maps-Service“ zu sammeln, auch können sich die Nutzer mit der sogenannten Location History selbst auf einer Karte ihre Bewegungen anzeigen lassen und angefertigte Bildaufnahmen etwa mit Standortdaten nachvollziehen.

Der dabei entstehende Datenschatz wird bei Google „Sensorvault“ genannt. Diesen Schatz wollen auch Strafverfolger bei der Ermittlung in Kriminalsachen nutzen. Die Anfragen durch US-Behörden steigen: Wöchentlich soll es bereits etwa 180 Anfragen an Google geben, Standortdaten herauszugeben und sie fallen immer weitreichender aus. Es geht dabei bei weitem nicht mehr nur um den Einzelnen: Die typische Anordnung sähe mittlerweile so aus, dass die Strafverfolger schlicht Zeitraum und Umkreis angäben und für diese dann alle Smartphone-Bewegungen einforderten. Zwar sei dies nur auf richterliche Anordnung möglich, doch angesichts der Menge der Anfragen könne dies keine große Hürde sein, heißt es.

Zunächst würden nur anonymisierte Daten geliefert. Basierend auf diesen sollten die Ermittler eingrenzen, welche Geräte im konkreten Fall interessant seien. Erst dann erhalten sie weitere anonymisierte Bewegungsdaten zu den betreffenden Geräten. Erst in einem weiteren Schritt sollten sie Details, etwa E-Mail-Adresse und Name der Google-Accounts, abfragen können.

Groß sei die Gefahr, dass durch diese Datenweitergabe Unschuldige ins Visier der Ermittlungen geraten: Vorliegend berichtete die NYT von einem Mordfall, wo ein Verdächtiger unter Nutzung der herausgegebenenen Standortdaten inhaftiert wurde. Juristen sehen in dieser Form der Schleppnetzfahndung ohnehin einen Verstoß gegen die US-Verfassung.

Die Berichte der NYT sei Wasser auf die Mühlen von Privatsphärenschützern, denn wer massiv Daten sammle, würde unweigerlich zum Ziel von Überwachungsbehörden. Da sei es besser, solche Sammlungen erst gar nicht entstehen zu lassen, resümiert „Der Standard“.





Source link

Download Best WordPress Themes Free Download
Download Nulled WordPress Themes
Download WordPress Themes
Download WordPress Themes Free
udemy paid course free download

Tags: , , , ,

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

More Stories From Allgemein