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15. September 2019

Neue Reiseaffäre beim DFB: Wie Funktionäre auf Verbandskosten zum Finale geschickt wurden




Sport

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Die Fußball-WM 2014 war für den Deutschen Fußballbund sicherlich eine Erfolgsstory – Deutschland wurde Weltmeister. Neue Recherchen zeigen allerdings, dass der DFB dabei auch zu undurchsichtigen Finanzaktionen griff, um Spitzenfunktionären das WM-Finale zu ermöglichen. Angestellte mussten dagegen selbst zahlen.

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, durften Vorstands- und Ehrenmitglieder des Deutschen Fußball-Bundes im Jahr 2014 mit einem Lufthansa-Sonderflug in der Businessclass gratis zum WM-Finale nach Brasilien reisen.

Die gesamten Kosten seien offensichtlich vom Verband gedeckt worden.

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Diese Reise sei kurzfristig vom DFB-Reisebüro organisiert worden.

Der damalige Generalsekretär Helmut Sandrock soll nur einen Tag vor dem Halbfinale der WM in Brasilien an die Mitglieder des DFB-Vorstands und alle DFB-Ehrenmitglieder geschrieben haben:

Sollte Deutschland das Finale erreichen, „möchten wir Sie mit heutigem Schreiben einladen, das Endspiel im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro live zu erleben“.

Der Verband bezahlte dann neben den Kosten für den Flug seinen Spitzenfunktionären auch das Finalticket – Kategorie 1, Preis: 750 Euro.

Des Weiteren soll auch die Verpflegung in Rio übernommen worden sein.

„Nach der Landung erfolgt der Transfer zur Get-together-Location Terraço Lagoa mit Blick auf den Corcovado, unweit vom Strand Ipanema“, hieß es in den Reiseunterlagen.

Im Gegensatz zu den Ehrenamtlichen hätten Angestellte des DFB dagegen die rund 2000 Euro für die Reise aus eigener Tasche bezahlen sollen.

Wie das Nachrichtenportal weiter schreibt, könnte diese „Spontan-Sause der Spitzenfunktionäre für den DFB aus steuerrechtlichen Gründen noch gefährlicher“ werden als die Reiseaffäre des Präsidiums zu WM- und EM-Turnieren, um die es bereits Vorermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt gebe.

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Damals seien die Präsidiumsreisen als dienstlich notwendig getarnt worden – etwa indem an den jeweiligen Reisezielen immerhin offizielle Sitzungen abgehalten worden sind.

So sei beispielsweise eine Fan-Reise der Vorstandsmitglieder zur EM 2016 in Frankreich als eine „außerordentliche Sitzung des DFB-Vorstands“ im Pariser Luxushotel Hilton Opera bezeichnet worden.

„Beim Kurztrip an die Copacabana aber gab es Vergnügen pur“, stellte das Nachrichtenportal fest.

Zu Einzelheiten der Reise und den steuerlichen Aspekten habe der Verwand keine Auskunft gegeben.

Es hieß lediglich:

„Das WM-Finale 2014 in Rio war das größte sportliche Ereignis für den deutschen Fußball in den vergangenen Jahrzehnten.“

„Gerade bei einem außergewöhnlichen Ereignis wie einem WM-Finale mit deutscher Beteiligung gehört die Anwesenheit der höchsten Repräsentanten des DFB wie der Mitglieder des DFB-Vorstandes zu deren satzungsgemäßen Aufgaben“, habe der DFB geantwortet.





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