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18. August 2019

Dramatisches Artensterben weltweit – Der Totalausfall der Bundesregierung



Durch den jahrelangen massiven Einsatz von Pestiziden und dem Anbau von Monokulturen verschwinden weltweit nicht nur immer mehr Bienen und Insekten – auch andere Tierarten sind zunehmend vom Aussterben bedroht. In einem dramatischen Bericht zeigten die Vereinten Nationen jetzt auf, dass die Zahl der Arten weltweit drastisch abnimmt – Schuld daran ist der Mensch. Die Zahl der Arten, so der Bericht, die für immer von dieser Erde verschwunden sind, steigt mit erschreckender Geschwindigkeit. Zu diesem Ergebnis kam der Global Assessment Report, die bislang umfassendste Untersuchung zum Artenschutz.

Forscher und Experten aus mehr als fünfzig Ländern haben über drei Jahre lang viele Tausend wissenschaftliche Forschungsarbeiten über die Entwicklung der Biodiversität in den vergangenen fünfzig Jahren ausgewertet: Die Nutzung von Landflächen, vorwiegend in Monokulturen, sowie die Verwendung von Pestiziden, bedrohen die Biodiversität. Auch zwei Drittel der Ozeane sind bereits entscheidend durch den Menschen verändert worden. Inzwischen ist kein Ökosystem auf der Erde mehr vom Menschen unbeeinflusst.

Von rund acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit ist dem Bericht zufolge rund eine Million vom Aussterben bedroht. In den meisten Lebensräumen auf dem Land ist die Zahl der Arten bereits um mehr als 20 Prozent gesunken. Über 40 Prozent aller Amphibienarten und 33 Prozent riffbildender Korallen sowie mehr als ein Drittel aller Meeressäugetiere sind vom Aussterben bedroht. Auch bei den sogenannten Nutztieren schwindet die Artenvielfalt. Neun Prozent der domestizierten Nutztierarten sind schon ausgestorben.

Die Autoren des UN-Berichts sehen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Artensterben und dem Einfluss des Menschen und den daraus resultierenden negativen Folgen für die Natur. Die Folgen würden so dramatisch sein, dass diese die Menschheit selbst bedrohen, sollten nicht umgehend drastische Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das Sterben der Arten lasse sich nur dann noch aufhalten, wenn auf allen Ebenen sofort und konsequent entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Zahlreiche Forscher weltweit weisen jetzt, nach Veröffentlichung des Berichts, auf die Dringlichkeit hin, dass ein sofortiges Umschwenken im Handeln erforderlich sei.

Obwohl der Bericht mehr als eindringlich darlegt, dass ein sofortiges Handeln notwendig ist, um dem endgültigen Artensterben etwas entgegenzusetzen, fällt den Beteiligten der Bundesregierung kaum mehr ein, als warme Worte von sich zu geben. So forderte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) „Deutschland“ zum Handeln auf – der Bericht sei „ein Weckruf“. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) äußerte, „sie nehme den Verlust von Tier- und Pflanzenarten sehr ernst.“  Doch konkrete Handlungen lassen die Mitglieder der Merkel-Regierung schon lange vermissen. Nicht erst seit Erscheinen des UN-Berichts ist bekannt, dass seit Jahren – auch in Deutschland – ein massives Artensterben eingesetzt hat.

Umweltverbände, Bürger und Naturschutzorganisationen fordern schon seit Jahren, Glyphosat und andere Pestizide und Insektizide aus der Landwirtschaft zu verbannen. Erst im Dezember 2017 hatte die Merkel-Regierung die Verlängerung des Einsatzes von Glyphosat in der EU um weitere fünf Jahre durchgewunken. Auch von Julia Klöckner kommt bislang keine Politik, die eine Änderung im Umgang mit der Natur erkennen lassen würde. Es zeigt sich, dass auch Frau Klöckner fest in den Händen der Agrar-Lobby ist. Die Politik der Landwirtschaftsministerin und der Umweltministerin sind Totalausfälle.

Die Fehlleistungen der Politik der Bundesregierung sowie der EU in Brüssel sind eklatant, wie auch unsere weitere Fallsammlung hier belegt.

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