Die Grundschule in Letzlingen kooperiert eng mit der Bundeswehr. Beim jährlichen Sportfest auf dem Truppenübungsplatz lässt sie Soldaten aushelfen. Die Kinder sind im Rahmen der Schulpflicht zur Teilnahme verpflichtet. Gewerkschafter und Friedensaktivisten sind entsetzt. Eigentlich ist es "nicht erlaubt, Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln." Das besagt der "Beutelsbacher Konsens". Diese Vereinbarung aus dem Jahr 1976 verbietet es, Kinder politisch zu indoktrinieren. Sie gilt als Standard in Schulen. Besser gesagt: Sie sollte Standard sein. Denn in der Grundschule im sachsen-anhaltischen Letzlingen kümmert das offenbar niemanden. Zum fünften Mal in Folge hatte Schulleiterin Silvia Lehmann das Sportfest für die Sechs- bis Zehnjährigen in das nahe Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark verlegt.



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Von Veritatis

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