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Regisseur Leander Haußmann möchte in den kommenden Monaten mit den Dreharbeiten für einen neuen Film beginnen: Seit fast sechs Jahren bereitet er „Leander Haußmanns Stasikomödie“ vor.

An der Berliner Volksbühne hat Haußmann, bekannt durch Filme wie „Sonnenallee“ oder „Das Pubertier“, bereits ein Theaterstück über die DDR-Staatssicherheit inszeniert. Auch im neuen Film soll es um Stasi-Spitzel gehen, die sich bei Künstlern einschleichen sollen und dafür selbst zu Künstlern werden müssen.

„Ich finde, dass man nach 30 Jahren endlich über die Stasi lachen darf“, so Haußmann.

„Wir fanden die Leute auch damals lustig. Die sahen scheiße aus, die waren unbeholfen, die gehörten nicht dazu. Die gingen uns auf die Nerven und wir hatten immer das Gefühl, wir tanzten denen gehörig auf der Nase herum. Wir wussten ja nicht, dass wir so infiltriert waren.“


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Foto : Harald Hauswald

Haußmanns Staatssicherheitstheater von Leander Haußmann

Haußmanns Vater wurde von der Stasi bespitzelt und hatte jahrelang Berufsverbot, und auch über Haußmann gab es eine Akte. Seiner Meinung nach würde heute oft Schwarz-Weiß-Malerei betrieben. „Wir müssen uns leider der Tatsache stellen, dass die Leute von der Stasi auch Menschen waren. Möglicherweise sogar wie du und ich“.

Drehstart für den neuen Film ist im September 2019. Die Hauptrolle werde David Kross übernehmen. Mit dabei seien auch ehemalige Schauspieler der Berliner Volksbühne. Regisseur Haußmann begeht am kommenden Mittwoch seinen 60. Geburtstag.

ba/dpa





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Von Veritatis

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