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Ein Mann hat vor einer Moschee in Brest in der Bretagne einen bekannten Imam und einen weiteren Menschen angeschossen und verletzt. Anschließend floh der Schütze am Donnerstagnachmittag mit einem Auto. Wenige Stunden später wurde die Leiche des mutmaßlichen Täters entdeckt.

Der Verdächtige habe sich selbst getötet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

Die Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft prüften am Abend den Fall. Man stehe eng mit der Staatsanwaltschaft in Brest in Kontakt, hieß es. Innenminister Christophe Castaner hatte kurz nach dem Vorfall dazu aufgerufen, Gotteshäuser im Land stärker zu überwachen. Die Polizei teilte mit, sie prüfe, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Tatort – der Moschee – und den Schüssen gebe. 

Die beiden Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der zuständigen Präfektur zufolge waren sie nicht in Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei einem der beiden um den Imam der Moschee. Dieser ist im Netz etwa auf YouTube sehr erfolgreich und hat Hunderttausende Follower. Seine Videos sind umstritten – nach Medienberichten war er in der Vergangenheit auch im Fokus der Behörden.

Die Tat hatte sich kurz nach 16 Uhr in Pontanézen, einem Stadtteil von Brest, ereignet. Der Schütze soll mit dem Auto zur Moschee gefahren sein und sich dort mit einem Mann unterhalten haben, berichteten mehrere Medien. Schließlich fielen Schüsse, der Täter flüchtete mit dem Auto. Dem Sender France 3 zufolge wurde seine Leiche nicht weit vom Tatort entfernt gefunden. Ermittler hätten zuvor das leere Auto entdeckt.

sp/dpa





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Von Veritatis

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