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17. July 2019

„Armutsmigration nach Europa ist ein Mythos“



Eine neue Studie zeigt, aus welchen Ländern Menschen wohin auswandern. Die Studie zeigt ebenfalls, dass steigender Wohlstand Migration zunächst fördert, berichtete der „Spiegel“ am 6. Juli. Im Zentrum des Streits um die Einwanderungspolitik der Länder der Europäischen Union steht derzeit die Kapitänin des deutschen NGO-Schiffes Sea-Watch-3. Für die einen ist Carola Rackete eine Heldin, weil sie über 50 „Flüchtlinge“ gerettet hat. Für andere ist sie eine Gesetzesbrecherin, die sich erdreistete, italienisches Gesetz mit Gewalt zu brechen und sich als deutscher Moralapostel über geltendes Recht hinwegsetzte.

Das Berliner Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat mit drei Kollegen eine Studie veröffentlicht, so der „Spiegel“. In der Studie beleuchten die Forscher die Fragen, „wer wandert wohin aus und warum“. Der Titel der Studie: „Europa als Ziel? Die Zukunft der globalen Migration“. Ob man allerdings eine objektive Studie anfertigen kann, wenn genaue Zahlen über illegale Migranten fehlen- was in der Natur der Sache liegt – ist hoch fragwürdig.

Die Forscher kommen jedenfalls zu dem Schluss, dass die meisten Migranten gar nicht nach Europa kommen würden und dass mehr Entwicklung und damit Wohlstand zu mehr Auswanderung führe, als zu weniger. Auch wenn 750 Millionen Menschen weltweit gerne in ein anderes Land auswandern würden, bedeute das nicht, dass diese auch wirklich auswandern können. Denn Auswanderung ist teuer. Man muss planen, Geld sparen, ein Visum auftreiben oder einen Schlepper organisieren. Diese Vorbereitungen würden pro Jahr „nur“ 23 Millionen Menschen machen und von denen würden sich dann nicht alle auf den Weg machen, so das Resümee der Studie.

Die Studie stellt außerdem fest, dass die Zahl der Migranten zwischen 1990 und 2017 um 69 Prozent gestiegen ist. Besonders in afrikanischen Ländern sei der Anteil der Migranten am größten, so die Studie. Dort würde ein Drittel der Menschen daran denken, auszuwandern. Aber auch innerhalb der Europäischen Union herrsche viel Bewegung. Für die EU sei Migration innerhalb der EU eine relativ normale Sache. Die meisten Migranten in Deutschland würden aus anderen EU-Ländern stammen wie Polen, Rumänien oder Bulgarien.

Europa stehe nicht im Zentrum der Migrationsströme, so die Studie. Zwei Drittel der Afrikaner würden innerhalb Afrikas migrieren. Menschen, die von Afrika nach Europa kommen würden, seien in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren alt, meist männlich, vergleichsweise gut gebildet – und nicht arm. Die Leute in den armen Ländern Afrikas, die gerne auswandern würden, könnten sich eine Auswanderung gar nicht leisten. Die Armutsmigration nach Europa sei also ein Mythos. Solche Debatten werden in Deutschland meist unter ideologischen Vorwürfen geführt – denen wir entgegentreten. Weitgehend verschwiegene Studien veröffentlichen wir besonders gern. 

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