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16. Oktober 2019

Machtkampf in Venezuela: Moskau gesteht Kontakte zu Guaido-Lager




Politik

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Die russische Regierung hat Kontakte zur Umgebung des venezolanischen Oppositionschefs Juan Guaidó bestätigt. Der 36-Jährige hatte sich zuvor zum Interimspräsidenten erklärt, wurde von Moskau als solcher jedoch nicht anerkannt. In dem andauernden Machtkampf in Venezuela steht Russland hinter dem gewählten Staatschef Nicolás Maduro.

Moskau habe Vertreter von Guaidó mehrere Male zwecks Informationsaustausches kontaktiert, teilte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Montag mit. 

Wir hatten mehrmals die Gelegenheit, von ihnen Informationen und Beurteilungen zu bekommen und sie über unsere Sicht der Dinge und unser Herangehen zu informieren“, sagte er in einem Sputnik-Gespräch. 

Diese Kontakte seien „sporadisch“ und erfolgten „in einer für die legitime Regierung Maduro überschaubaren Weise“, betonte Rjabkow. Das Ziel sei es, sich „aus erster Hand“ über Dinge zu informieren, was wohl „für alle von Nutzen“ sei. Einen ständigen Verbindungskanal zwischen Moskau und der venezolanischen Opposition gebe es nicht.

Rjabkow betonte, dass Moskau die Regierung Maduro weiterhin für legitim halte und von seiner Position auch nicht nach der jüngsten Sanktionsandrohung aus den USA abweichen werde.

In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Präsident Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó, der sich nach heftigen Anti-Regierungs-Protesten im Januar zum Interimspräsidenten ernannt hat. Auslöser der Proteste war eine schwere Versorgungskrise: In dem ölreichsten Land der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten.

Die USA und weitere Länder, darunter auch in der EU, erkannten Guaidós Machtanspruch an. Viele weitere Staaten, darunter die UN-Vetomächte Russland und China, stehen zu dem seit 2013 regierenden Maduro als legitimen Staatschef. Dieser sprach seinerseits von einem aus Washington inszenierten Putschversuch.

In den vergangenen Monaten schickte Russland Militärangehörige nach Venezuela – nach eigenen Angaben zur Wartung der zuvor gelieferten Militärtechnik  –  und zog damit den Unmut der Amerikaner auf sich, die einen Machtwechsel in Caracas anstreben und selbst eine militärische Intervention nicht ausschließen.

sp





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