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13. November 2019

Serbien: Pro-westliche Oppositionsaktivistin beschuldigt Russland für Verlust von Kosovo – Netz empört




Gesellschaft

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In Serbien ist es zu einem Eklat gekommen, als die pro-westliche Oppositionspolitikerin Rada Trajkovic dem russischen Botschafter in Belgrad, Alexander Botsan-Kharchenko, vorwarf, Russland sei schuld am serbischen Verlust vom Kosovo. Die Politikerin musste anschließend heftige Kritik von serbischen Internetnutzern einstecken.

Die pro-westliche Oppositionsaktivistin, Rada Trajkovic, hat eine Twitter-Debatte mit dem russischen Botschafter in Belgrad, Aleksandr Botsan-Kharchenko, provoziert und wurde infolgedessen von serbischen Internetnutzern heftig kritisiert.

Trajkovic hatte geschrieben, Serbien habe Kosovo verloren, weil Russland nicht genügend Hilfe geleistet hatte. Darüber hinaus verstoße das humanitäre Zentrum des russischen Notfallministeriums in Niš „gegen die Neutralität”, behauptete die Aktivistin.

Als Reaktion darauf betonte der russische Botschafter, dass Politiker, die Moskau mit russophoben Äußerungen beleidigen, im Endeffekt nur sich selbst demütigen würden. Ihm zufolge demonstrieren sie durch solche Handlungen und Äußerungen nichts anderes als ihre Unwissenheit über die Geschichte des eigenen Landes und würden auch gegenüber dem eigenen Volk nur Respektlosigkeit zeigen.

Auch serbische Internetnutzer kritisierten Trajkovic für ihre Äußerungen heftig.

Einige Nutzer griffen die Aktivistin direkt an:

  • „Vielleicht weiß man das nicht in Zentralserbien, aber wir im Kosovo und in Metochien kennen Sie gut. Wir wissen, wann, wie und warum Sie in die Politik gekommen sind”, schrieb ein Nutzer.
  • „In anderen Ländern wird solchen wie Ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen”, meinte ein anderer.

Andere hoben dagegen die Rolle Russlands als wichtigsten Verbündeten in der Geschichte Serbiens hervor:

  • „Russland ist der einzige ehrliche Freund Serbiens. Und das sollte Ihnen klar sein”, kommentierte ein User.
  • „Sie greifen unsere Brüder an, unsere Freunde, die uns retten”, heißt es in einem anderen Kommentar.

Eine Entschuldigung für ihre Aussagen konnten die empörten Reaktionen der pro-westlichen Aktivistin dennoch nicht abringen.

Konfrontation von 1999

1999 hatte die bewaffnete Konfrontation zwischen albanischen Separatisten von der sogenannten „Befreiungsarmee Kosovo” einerseits und der Armee und der Polizei Serbiens andererseits zu den Bombardements Jugoslawiens (damals bestand Jugoslawien aus Serbien und Montenegro) durch Nato-Kräfte geführt.

Die Kosovo-albanischen Strukturen in Pristina konnten im Jahr 2008 mit Hilfe des Westens die Unabhängigkeit von Serbien verkünden.

Die selbsternannte Republik wird von zahlreichen Staaten, darunter von Serbien, Russland, China, Israel, dem Iran, Spanien und Griechenland nicht anerkannt.

Dialog vorübergehend gestoppt

Die serbische Führung war säter gezwungen, unter dem Druck aus Brüssel und der Annäherung der Region zur Europäischen Union sowie der Erleichterung des Lebens der Bürger in der Region zuliebe 2011 Verhandlungen über die Normalisierung der Beziehungen zu den kosovarischen Albanern zu beginnen.

Aktuell ist der Dialog nach neues Eskalation gestoppt worden.

ng/





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