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22. Februar 2020

Dramatische Eisschmelze in der Arktis – Wissenschaftler schlagen Alarm




Wissenschaftler schlagen Alarm wegen der dramatischen Eisschmelze in der Arktis. Allein im August 2019 schrumpfte die Eisdecke in der nördlichen Hemisphäre gegenüber dem August-Durchschnitt der vergangenen Jahre um 35 Prozent, berichtet der Dienst des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage CAMS.

Den Angaben zufolge betrug die Fläche der Eisdecke in der Arktis im August 4,8 Millionen Quadratkilometer – um 2,6 Millionen Quadratkilometer weniger als im August-Schnitt der Jahre 1990-2010.

Anomales Tauwetter wurde unter anderem in der Beaufortsee, in der Tschuktschensee und im Ostsibirischen Meer registriert. Schlimmer war es nur im August 2012.

Ende August schmolz in Island der 700 Jahre alte Gletscher Okjökull fast komplett ein. Übrig geblieben ist nur ein kleiner zugefrorener Kratersee. Die Behörden brachten vor Ort eine Gedenktafel an, die künftige Generationen vor dem Klimawandel warnen soll. Zugegen waren ranghohe Amtsträger Islands sowie Vertreter der USA, der UN und Irlands.

Es gibt immer noch keine Entwarnung: Meteorologen sagen für den Herbst einen weiteren Temperaturanstieg in den meisten Regionen der Erde vorher.

am/





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