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17. Oktober 2019

Lawrow: Russland will Dialog zwischen Ankara und Damaskus durchsetzen




Politik

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Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow will Moskau einen Dialog zwischen Damaskus und Ankara durchsetzen. Lawrow hat sich zu dem Thema vor dem Hintergrund der Militäroperation der Türkei in Syrien gegenüber Journalisten geäußert.

„Jetzt werden wir die Notwendigkeit durchsetzen, einen Dialog zwischen der Türkei und der Arabischen Republik Syrien einzurichten. Wir haben Grund zu der Annahme, dass dies im Interesse beider Parteien ist“, zitiert die Agentur RIA Novosti  Lawrow.

Ihm zufolge ist der militärische Kommunikationskanal zwischen Russland und der Türkei intakt. 

„Wie Sie wissen, hat der Präsident (der Türkei Recep Tayyip – Anm. d. Red.) Erdogan den Präsidenten (Russlands – Anm. d. Red.) Putin angerufen. Zuvor hatte mich der Außenminister der Republik Türkei, Mevlüt Çavuşoğlu, angerufen. Wir verfügen über einen Kanal der Konflikt-Entschärfung, einen regulären Kommunikationskanal. Unsere Streitkräfte stehen miteinander in Kontakt. Wir sind an einer raschen Beruhigung der Lage interessiert, vor allem auf der Grundlage des Grundsatzes der Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität der Arabischen Republik Syrien“, so Lawrow weiter.

Seit Beginn der Krise in Syrien, so der russische Außenminister, habe Russland stets betont, dass es die berechtigte Sorge der Türkei um die Sicherheit ihrer Grenzen verstehe.

„Dabei haben wir nachdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Bedenken im Rahmen des Abkommens zwischen Damaskus und Ankara, des so genannten Adana-Abkommens von 1998, ausgeräumt werden müssen“, sagte Lawrow.

Die Türkei hat eine Militäroperation in Syrien gestartet

Am 9. Oktober hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Beginn der Operation „Friedensquelle“ (Peace Spring) der türkischen Streitkräfte in Syrien gemeinsam mit den Kräften der  Freien Syrischen Armee gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Terrorvereinigung IS* („Islamischer Staat“; Daesh) angekündigt. Die Europäische Union (EU) rief daraufhin Ankara auf, die Operation zu stoppen.

Es ist bekannt, dass die ersten türkischen Luftschläge gegen die Grenzstadt Ras al-Ain geführt wurden. Die Kämpfer der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) haben als Antwort auf den Beginn der türkischen Operation die Stadt Nusaybin im Südosten der Türkei beschossen.

Später startete die Türkei eine Bodenoffensive. Nach neuesten Informationen des türkischen Verteidigungsministeriums griff das Militär nach Beginn der Operation „Friedensquelle“ 181 Ziele kurdischer Truppen in Nordsyrien an.

Laut den dem syrischen Staatsfernsehen vorliegenden Informationen sind beim türkischen Beschuss der Grenzstädte Ras al-Ain, Qamischli, Al-Darbasiya und Al-Mashraf acht Zivilisten getötet und 20 verletzt worden.

Die Regierung in Damaskus hatte die Besatzungspolitik der Türkei in Nordsyrien wiederholt verurteilt.

*Terrororganisation, in Russland verboten

pd/mt/sna





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