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In Barcelona und anderen Städten der spanischen Region Katalonien haben am Dienstagabend Tausende Demonstranten gegen die harten Gerichtsurteile für neun Unabhängigkeitskämpfer protestiert.

Zu den Kundgebungen hatten die zivilen Organisationen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Omnium Cultural aufgerufen, deren frühere Chefs ebenfalls auf der Anklagebank saßen und vom Obersten Gericht in Madrid zu jeweils neun Jahren Gefängnis verurteilt worden waren.

In Barcelona kam es – wie bereits am Montag – auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.


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REUTERS / Rafael Marchante

Proteste in Barcelona

Die Demonstranten bewarfen die Einsatzkräfte mit verschiedenen Gegenständen und Farbbeuteln. Die Polizei setzte dagegen Schlagstöcke ein.

Zuvor hatten Aktivisten bereits mehrere Straßen in Katalonien blockiert. Auch in Girona, Lleida und Tarragona gingen zahlreiche Unabhängigkeitsbefürworter auf die Straße.

Das Gericht hatte am Montag Haftstrafen von bis zu 13 Jahren für neun Angeklagte wegen deren Rolle beim Abspaltungsreferendum vom 1. Oktober 2017 verhängt.

Das Referendum wurde von Madrid als illegal eingestuft.

Neben den Anführern von ANC und Omnium handelt es sich dabei um ehemalige Spitzenpolitiker der Regionalregierung. Alle saßen seit zwei Jahren in Untersuchungshaft. Medienberichten zufolge können die Verurteilten erst dann Vollzugslockerungen, also Freigang, bekommen, wenn sie ein Viertel der Haft verbüßt haben.

ng/sb/dpa





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Von Veritatis

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