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21. November 2019

Videohinweise am Samstag



Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist (CG)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  • Türkischer Einmarsch in Syrien: Der Wertewesten hat sich verzockt
    Vor wenigen Tagen startete die türkische “Operation Friedensquelle” in Syrien. Die transatlantische Gemeinschaft spricht von “Verrat” an den Kurden und werfen der Türkei einen Bruch des Völkerrechts vor. Washington und Brüssel haben das Völkerrecht jedoch zuvor bereits ausgehöhlt.
    Nach eigener Aussage geht es dem türkischen Präsidenten Erdogan mit dem militärischen Einmarsch in den Nordosten Syriens darum, gegen “Terroristen” vorzugehen und eine “Sicherheitszone” für die Rückkehr von Millionen syrischer Flüchtlinge zu schaffen.
    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die verbliebenen US-Truppen aus dem entsprechenden Gebiet abzuziehen und damit einen Schritt zu tun, um “die endlosen Kriege” zu beenden. Jetzt werfen die EU und auch weite Teile des politischen US-Establishments Trump “Verrat” an den Kurden vor. Doch es ist nicht Trump der die Kurden verriet. Der Verrat liegt im internationalen Stellvertreterkrieg selbst begründet, für dessen Ziele die Kurden lediglich benutzt wurden.
    Die US-Koalition bediente sich bei ihrem Wunsch eines Regime-Change in Syrien und dem vermeintlichen Kampf gegen den IS auch der sogenannten “Freien Syrischen Armee”, einer Ansammlung radikaler Milizen. Jetzt kämpft diese als Syrische Nationale Armee (SNA) an der Seite der türkischen Armee gegen die Kurden. Die Entwicklungen die jetzt empört beklagt werden, wurden von der transatlantischen Gemeinschaft in erster Linie selbst geschaffen.
    Der türkischen Regierung wiederum wird ein Bruch des Völkerrechts vorgeworfen. Erdogan beruft sich beim militärischen Vorgehen in Nordostsyrien auf das “Recht zur Selbstverteidigung”, also den Artikel 51 der UN-Charta. Auf diesen beruft sich auch die US-Koalition bei ihrem Einsatz in Syrien. Insgesamt eine sehr dürftige Argumentationsbasis um den türkischen Einsatz in Syrien glaubwürdig zu verurteilen.
    Gleichzeitig deutet Einiges darauf hin, dass es Syrien, die Türkei, der Iran und Russland nicht zu einer unkontrollierbaren Eskalation der Gewalt in Syrien kommen lassen werden. Vielmehr könnte nach dem Abzug der US-Truppen die territoriale Integrität Syriens durch eine Einigung zwischen den Astana-Verhandlungspartnern wieder vollständig hergestellt werden.
    Quelle:
    RT Deutsch, 16.10.2019

    „Den Preis zahlen am Ende wir Europäer“
    Der Nahost-Experte Michael Lüders kritisiert die fehlende Strategie der EU in der Region. 800.000 syrische Flüchtlinge in Deutschland seien das Ergebnis einer unüberlegten Interventionspolitik, sagte er im Dlf. Dennoch übten die Europäer keinen Druck auf die Türkei aus, den Einmarsch in Syrien zu beenden.
    Michael Lüders im Gespräch mit Dirk Müller
    „Kurden sind in einer wirklich furchtbaren Situation“
    „Der Druck aus Europa ist gering“
    „Erdogan ist ein sehr gerissener Politiker“
    „Konfliktparteien nicht in gut und böse einteilen“
    Quelle: Deutschlandfunk, 16.10.2019

    Lüders: […] am Ende werden es die Russen sein, die eine politische Lösung herbeizuführen versuchen. Sie sind es, die gute Beziehungen unterhalten, sowohl zur türkischen Regierung wie auch zu Baschar al-Assad in Damaskus und zum Iran. Im Augenblick ist es für eine diplomatische, eine politische Lösung noch zu früh, denn die türkische Invasion hat gerade erst begonnen und der türkische Präsident will natürlich diese, seine Invasion in den Norden Syriens als einen politischen Erfolg der eigenen Anhängerschaft verkaufen. Noch gibt es diese sichtbaren Erfolge nicht. Der Krieg wird erst einmal noch weitergehen. Aber am Ende wird vermutlich ein politischer Kompromiss stehen, der möglicherweise so aussieht, dass die türkische Armee sich wieder zurückzieht, die syrische Armee den Norden vollständig in Besitz nimmt und die Kurden akzeptieren müssen, dass sie sich entwaffnen lassen und ihre Autonomie verlieren. […]

    Lüders: […] Es wird einen Guerilla-Krieg geben gegen die türkischen Besatzer, wenn die türkischen Truppen die nächsten Wochen und Monate tatsächlich bleiben sollten. Man kann solche Konflikte, wie sie die Türkei mit den Kurden hat, nicht militärisch lösen. Erinnern wir uns daran, dass die Türkei seit 1984 einen Krieg führt gegen die PKK im Südosten der Türkei mit mittlerweile 70.000, 80.000 Toten. Das alles führt nirgendwo hin. Aber für die Ultranationalisten und die Nationalisten in der Türkei, ob säkular oder religiös eingestellt, ist jeder Kompromiss mit den Kurden Verrat am eigenen Türkentum. Diese Türkentum-Ideologie, die reicht zurück bis in die Zeiten des Staatsbegründers Atatürk, und das ist gewissermaßen das Labsal der Nationalisten. Sie sind hier nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Aber man kann die Kurden nicht auslöschen. Es ist ein Volk, das noch Millionen zählt, und hier ist die türkische Politik sehr, sehr irrational. Nur kann Erdogan tun, was er jetzt tut, weil ihn niemand aufhält. Er nutzt seine Chance und das einzige, was ihn zum Einlenken bewegen könnte, wäre, wenn jetzt die türkische Armee in Nordsyrien wirklich schwere Verluste erleidet, was durchaus passieren kann. Aber perspektivisch ist es in der Tat so, da haben Sie vollkommen recht: Die Kurden haben, wie übrigens auch die syrische Armee, der türkischen Armee nicht wirklich etwas entgegenzusetzen – auch dank deutscher Waffen.

    Müller: Es sei denn, Anschläge nehmen wieder zu in der Türkei, auch in Europa?

    Lüders: Das kann alles passieren. Das wissen wir nicht, wie das weitergeht. Man kann aus dieser Krise nur die Lehre ziehen, genau hinzugucken, die Konfliktparteien in der Region nicht in gut und böse zu unterteilen. Es ist ja auch nicht ganz frei von Schizophrenie, wenn wir in Europa durchaus zurecht die PKK als Terrororganisation betrachten, aber gleichzeitig ihre Brüder im Geiste in Nordsyrien, nämlich die Partei der Demokratischen Union und ihre Volksverteidigungsstreitkräfte, die YPG, wenn wir sie als Bündnispartner im Kampf gegen den Islamischen Staat zurecht einsetzen.

    Müller: Aber das war ja rational!

    Lüders: Das war durchaus rational, aber sehr kurzsichtig gedacht, denn nun haben wir das Dilemma, wie verhalten wir uns denn zu diesem Konflikt. Man muss sich dieses Ganze, was in der Region passiert, im Norden Syriens, der Konflikt mit Iran, der jetzt ganz aus den Medien raus ist – vor drei Wochen haben wir noch gedacht, es könnte Krieg geben; davon redet im Augenblick keiner mehr. Das Gefährliche ist: Das dreht sich so schnell, das Rad, dass die Eskalation jederzeit an verschiedenen Stellen aufbrechen kann, und wir haben kaum politische Akteure, die da aus der Vogelperspektive noch eingreifen und die Hand drauf haben. Am ehesten ist das zurzeit noch – sorry to say – Moskau.

    Der Rote Platz #58: Kein Blitzkrieg für Erdogan
    Syrische Kurden suchen Schutz bei Assad und Russland
    Die syrischen Kurden hatten großen Anteil am Sieg über den IS – jetzt kehren die islamistischen Mörderbanden unter dem Schutz der türkischen Armee als deren Söldner zurück. Die kurdischen YPJ und YPD bitten Assad um militärischen Beistand, auch Russland hilft. Es ist bitter, wie oft die Kurden betrogen wurden; in Syrien haben sie sich auch selbst verkalkuliert, als sie ein Bündnis mit Washington eingingen. Unabhängig davon verdienen sie Mitgefühl und Solidarität.
    Quelle: weltnetzTV, 16.10.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Jens Berger “Trumps ‘Verrat’ an den Kurden – die große Verwirrung in den Redaktionsstuben” und auf KenFM von Jochen Mitschka “STANDPUNKTE • Wurden die Kurden in Syrien ‘verraten’?“.

  • UN-Sonderberichterstatter: Assange wurde psychologisch gefoltert
    Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter über Folter, sagte am Dienstag während einer Pressekonferenz bei den Vereinten Nationen, der inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange sei “psychologisch gefoltert” worden.
    Quelle:
    RT Deutsch, 16.10.2019

    Ein längerer Ausschnitt der Pressekonferenz ist auf den Seiten der UNO zu finden.

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Nils Melzer “Der Folterung von Julian Assange die Maske herunterreißen“.

    Laut UN-Sonderberichterstatter wird Julian Assange gefoltert – Bundesregierung: “Keine Erkenntnisse”
    Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter über Folter, hat am 15. Oktober im UN-Hauptquartier in New York zur rechtlichen und medizinischen Lage von Julian Assange referiert. Sein Fazit: Der WikiLeaks-Gründer unterliegt Folter, juristische Grundrechte werden ihm verweigert.
    Der UN-Sonderberichterstatter über Folter, der Schweizer Diplomat Nils Melzer, kommt im Fall des WikiLeaks-Gründers Julian Assange zu einem eindeutigen Urteil: Auf einer Pressekonferenz am 15. Oktober im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York berichtete er über seinen Besuch bei Assange in Begleitung von zwei medizinischen Experten im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh und seinen daraus gezogenen Rückschlüssen:
    “Wir kamen zu dem Ergebnis, dass er über einen langen Zeitraum psychologischer Folter ausgesetzt war. Wir haben alle involvierten Staaten gebeten, in dem Fall zu ermitteln und den auf Assange ausgeübten Druck zu mildern und insbesondere seine juristischen Rechte zu respektieren, die aus meiner Sicht systematisch verletzt wurden. Kein betroffenes Land hat zugestimmt, eine Untersuchung einzuleiten, obwohl sie gemäß der UN-Antifolterkonvention dazu verpflichtet wären.”
    RT-Redakteur Florian Warweg wollte von der Bundesregierung wissen, ob sie die Einschätzung des UN-Sonderberichterstatters über Folger zur Lage von Assange teilt. Die Antwort und der vorgebliche Informationsstand der Bundesregierung sprechen – wie so oft – für sich.
    Quelle: RT Deutsch, 18.10.2019

  • Max Blumenthal: Joe Bidens Affäre zeigt Normalität schmutziger Geschäfte in den USA
    Der bisher aussichtsreichste US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Ex-Vizepräsident Joe Biden, bestritt bei der Kandidatendebatte am Dienstag im US-Fernsehen alle Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit seiner Ukraine-Affäre.
    Währenddessen kam das Nachrichtenportal “The Grayzone” und dessen Journalist Max Blumenthal zu überraschenden Erkenntnissen über eine langanhaltende Verbindung zwischen dem ukrainischen Gaskonzern Burisma, in dem Bidens Sohn Hunter früher einen leitenden Posten bekleidet hatte, und der US-amerikanischen Denkfabrik Atlantic Council, die den Ex-Vizepräsidenten seit Jahren unterstützt.
    Quelle:
    RT Deutsch, 17.10.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Jens Berger “Trump, Biden und die Ukraine – ‘Haltet den Dieb’” und von Albrecht Müller “Wenn es die von Russland finanzierten Medien in Deutschland nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“.

    UKRAINE SCANDAL EXPLAINED: Chalkboard on DNC Collusion, Joe Biden, Soros, Trump & More
    Glenn explains EVERYTHING you need to know about the Ukraine scandal. And it goes MUCH further than Hunter and Joe Biden, and their involvement there. This timeline gives you all the facts and proof you need to show that there was DNC collusion, not collusion with President Trump, during the 2016 election. Democrats worked with Ukrainian officials to investigate “dirt” on Trump, and Glenn shows you EVERYTHING — including how even George Soros is involved — in a way that’s easy to understand.
    Quelle: Glenn Beck, 04.10.2019

    Anmerkung CG: Der konservative ‘Showmaster’ Glenn Beck ist schwer einzuschätzen, er wechselt offenbar öfters die Lager. Laut deutscher wikipedia war er 2015 bereits er sei 2016 Gegner von Trump gewesen, 2016 sei er erst Unterstützer von Ted Cruz, später von Hillary Clintons Präsidentschafts-Kampagne gewesen. Auf der englischen wikipedia steht über Clinton nichts. In 2018 soll er gesagt haben, er werde 2020 für Trump stimmen. Davon abgesehen, ist diese Analyse zur Ukraine-Biden-Affäre, sofern die Darstellungen stimmen, sehr sehenswert.

    Democrats Deep Ties To Russia & Ukraine Corruption!
    Quelle: The Jimmy Dore Show, 11.10.2019

    Anmerkung CG: Live-Show im deftigen US-Stil, aber keine Satire, sondern ernst gemeint.

  • Das Salz der Erde
    Der weltberühmte Fotograf Sebastião Salgado aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit.
    Der Film präsentiert Leben und Arbeit des weltberühmten Fotografen Sebastião Salgado aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit. In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt. Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: “Genesis”. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten. “Das Salz der Erde” ist auch die bewegende Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung. Der Film wurde vielfach prämiert: Er wurde unter anderem mit dem César für den besten Dokumentarfilm 2015 sowie 2014 auf dem Festival in Cannes mit dem Spezialpreis in der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet. 2015 war er für einen Oscar nominiert.
    2017 SWR, ARTE
    Quelle:
    arte, Verfügbar vom 16/10/2019 bis 22/10/2019

    Anmerkung CG: Ein sehr bewegender Dokumentarfilm von Wim Wenders über den Fotografen Sebastião Salgado. Eine preisgekrönte Doku, die nach all dem gezeigten Leid, am Ende doch einen positiven Ausblick eröffnet. Sehr sehenswert, leider nur für kurze Zeit in der arte-Mediathek verfügbar.

  • John Shipton: Botschafter für Julian Assange und die Pressefreiheit
    John Shipton, Julian Assanges Vater, ist gekommen, um zu bleiben. Zumindest solange bis sein Sohn frei kommt. Am 3.10., einen Tag nach seiner Rede am Brandenburger Tor und vor der amerikanischen Botschaft an der Mahnwache #Candles4Assange, trafen wir Shipton für ein längeres Gespräch.
    Er wirkt fast zerbrechlich mit seiner Sanftmut und Bescheidenheit, neben einem feinen Sinn für Humor, spürt man sofort eine große Entschlossenheit und Zuversicht in ihm, trotz allem. Keine Frage wem Assange nachschlägt.
    John ist als Botschafter für seinen Sohn Julian nach Europa gekommen und wirbt bei jeder Gelegenheit, die sich ihm bietet für Verständnis und Unterstützung.
    In Kooperation stellen weltnetz.tv und Pressenza dieses bewegende Interview vor.
    Quelle:
    weltnetzTV, 15.10.2019

  • Medien. Mainstream. Meinungsmache? – Paul Schreyer und Mathias Bröckers bei den BUCHKOMPLIZEN
    KenFM ist auf der Frankfurter Buchmesse 2019!
    Sind unsere Medien demokratisch? Wie unabhängig ist unsere „freie” Presse? Welchen Stellenwert haben sogenannte Alternative Medien heute? Und was muss der Mainstream tun, um dem zunehmenden Vertrauensverlust entgegenzuwirken? Was sind Fake-News und wie können wir eine gesellschaftliche Spaltung überwinden?
    Diese und weitere Fragen werden mit den Journalisten Paul Schreyer und Mathias Bröckers auf der Frankfurter Buchmesse diskutiert.
    Quelle:
    KenFM, 17.10.2019

    Jebsen [transkribiert]: […] Sie sind ja auch einer, der die taz damals mit gegründet hat, als die taz das Sprachrohr der damals noch anders Grünen waren, heute sind ja eher olivgrün […]

    Bröckers: […] Die taz bei deren Aufstieg ich aktiv beteiligt war, hat eine ähnliche Karriere gemacht, wie die Grünen. Die Grünen waren auch mal eine sehr engagierte, friedenspolitische, ökologische Partei und sind jetzt, man könnte sagen, so eine Art FDP mit Fahrrad geworden, und bei der taz ist es eine ähnliche Entwicklung […]

    Jebsen: Wenn man sich die heutigen sogenannten linken und liberalen Medien anschaut, dann stellt man fest, die sind ja sehr stark ins konservative und auch rechte Lager gewechselt. Für mich sind Medien, die sich als rechts bezeichnen würde, diejenigen die sagen, ja Krieg ist wieder ein legitimes Mittel der Politik auch die taz macht das inzwischen. Wenn man heute gegen den Krieg ist, also das Feindbild Russland nicht mit geht, dann ist man gleich ein ‘Putinversteher’. Welchen Anteil haben die Medien an der Konstruktion eines Feindbilds, das der NATO vielleicht in den Kram passt, welche Verantwortung haben Journalisten?

    Schreyer: Medien spielen natürlich die Hauptrolle, Medien bilden, das kann man nicht oft genug betonen, nicht die Wirklichkeit ab, sie erschaffen die Wirklichkeit, die wir dann überhaupt erst wahrnehmen. Wir erfahren die Welt über die Medien, deshalb spielen sie die Hauptrolle, sie machen die Trends, von denen es heißt, sie würden sie nur beschreiben, und wenn man das einmal verstanden hat, dann kann man Medien auch kritischer wahrnehmen. […]

    Jebsen: Was können wir tun, damit die Presse sagt, okay wir brauchen konkrete Maßnahmen, die wir auch der nächsten Generation mit vor die Tür legen […]?

    Bröckers: Ein kleines Beispiel, auf der Erde gibt es ungefähr 750 Millionen Autos […], die alle umzurüsten oder zu verschrotten auf Elektro, Wasserstoff usw. umzustellen, das kann zehn bis 40 Jahre dauern. Gleichzeitig haben wir auf der Erde ungefähr so 95.000 Containerschiffe, die T-Shirts von Bangladesch und das Öl aus Saudi Arabien und so weiter auf den Weltmeeren herum schrubben, und diese Schiffe 90.000 sind überschaubar im Vergleich zu 750 Millionen, die fahren mit dem Abfall der Raffinerien, mit Schweröl und machen ungefähr doppelt so viel CO2, wie der gesamte weltweite Autoverkehr und andere Gase und noch Schwefelsäure und anderen Dreck. Da jetzt hin zu gehen und zu sagen: Ab 2025 kommt in meinen Hafen keines dieser Schiffe mehr rein, es sei denn, es hat einen Abgasfilter eingebaut. Das ließe sich machen. Das Geld dafür müsste ich dann aber bei den Reedern holen und die Transporte würden vielleicht auch ein paar ‘Mark’ teurer für Kiwis aus Neuseeland hierher, und nicht beim kleinen Pendler, der mit seinem Polo zur Arbeit fahren muss, weil keine öffentlich-rechtlichen (ÖPNV) mehr vernünftig und zu vernünftigen Preisen erreichbar sind, und der soll jetzt für sein Sprit 10 Cent mehr pro Liter bezahlen. Also das ist das Absurde an diesem aktuellen Klimapaket der Regierung. […] Das Pentagon und das US-Militär ist ohnehin ausgenommen von all diesen Kalkulationen.

  • Real life and resistance in Venezuela – Ben Norton reports on effects of US blockade
    Pushback with Aaron Maté | Ben Norton speaks about his reporting in Venezuela, where he investigated how bipartisan US sanctions and Trump’s embargo are making lives hell for civilians.
    Quelle:
    The Grayzone, 11.10.2019

  • “The Doomsday Machine” | Interview with Daniel Ellsberg – Former Nuclear War Planner & Whistleblower
    In this interview we talk to a former U.S military analyst of the RAND corporation and whistleblower of the Pentagon papers, Daniel Ellsberg, about his personal journey and why he decided to blow the whistle in 1971. Furthermore we delve into his recent book “The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner” and uncover how nuclear war plans were designed when he was an insider working for RAND as well as what flaws they entailed and dangers they posed to society. Lastly we talk about whether nuclear weapons are an effective tool for negotiation and diplomacy and also what individuals can do to push for global disarmament.
    To read the transcript of this interview video,
    click here.
    Daniel Ellsberg was a consultant with the Pentagon and the White House, where he drafted plans for nuclear war. In his book titled The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner, Ellsberg reveals for the first time copies of top-secret documents from his nuclear studies—an entire second set of papers in addition to the Pentagon Papers, for which he is known to have leaked in 1971. Ellsberg is also the author of a 2003 memoir about the Pentagon Papers and Vietnam called Secrets. He’s the subject of the Oscar-nominated documentary The Most Dangerous Man in America. Ellsberg is a character in the Steven Spielberg film about the Pentagon Papers called The Post released in 2017.
    Quelle: acTVism Munich, 10.10.2019

  • Mit Russland im Visier: US-Armee rollt wieder durch Deutschland
    Seit Mittwoch fahren wieder mehrere Konvois des US-Militärs durch Deutschland. Im Rahmen der Operation “Atlantic Resolve” an der Grenze zu Russland werden rotationsmäßig alle neun Monate Soldaten und Material in osteuropäischen NATO-Ländern ausgetauscht. Das Rotationsprinzip ist notwendig, da eine feste Stationierung an der Grenze zu Russland laut der NATO-Russland Akte nicht erlaubt ist.
    Im Rahmen des “Host Nations Support” unterstützt die Bundeswehr die Alliierten bei ihrer Durchreise. Oberstleutnant Stefan Heydt erklärte, es sei bereits die fünfte Unterstützung. Man sei bereits ein eingespieltes Team. Der aktuelle Transport für “Atlantic Resolve” ist auf die Dauer von drei Tagen angesetzt
    Quelle:
    RT Deutsch, 16.10.2019

  • Kabarett, Satire, Comedy und Co.


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