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6. Dezember 2019

Wie radikal sind die Buntisten?



(Karikatur: Wiedenroth)

Von C. JAHN | Sind die Führer unserer totalen Bunten Republik so radikal, dass sie für ihre Ideologie auch über Leichen gehen? Wird der buntistische Staat eines Tages aufgrund seines Selbstverständnisses als Umkehrstaat des Dritten Reiches vielleicht sogar ebenfalls einen Massenmord auslösen – nur an Deutschen statt an Nicht-Deutschen? Wäre dann der aktuelle Vergleich der AfD-Abgeordneten Nicole Höchst zwischen Hitler und Merkel als der geistigen Leitwölfin der Buntisten („Der Schnauzer trägt jetzt Raute“) insofern berechtigt, als dass auch Merkel durch ihre besonders radikale Umvolkungspolitik die Grundlagen für einen neuen Massenmord im Zentrum Europas gelegt hat?

Gleich vorweg: Umvolkung ist immer eine radikale Maßnahme, ganz gleich ob sie von der NSDAP an Polen und Ukrainern oder durch CDU/CSU/SPD an Deutschen praktiziert wird. Umvolkung geht auch immer einher mit einem schrittweisen Ethnozid – der kulturelle und sprachliche Entfaltungsraum der Indigenen schwindet –, sie muss aber nicht zwangsläufig in einen Genozid, einen Völkermord an den Indigenen, einmünden. Zwar werden Umvolkungsprozesse früher oder später stets zur Gewalt durch Kolonisten an der indigenen Bevölkerung führen, da Gewalt den Gesamtprozess massiv beschleunigt und diese Gewalt für die Kolonisten mit nur geringem Verfolgungsrisiko verbunden ist.

Zentraler Bestandteil jeder Umvolkungspolitik sind ja gewisse Vorrechte, die der Staat den Kolonisten gegenüber den Indigenen gewährt und ohne die der Umvolkungsprozess gar nicht möglich wäre. Wir kennen solche durch den Staat eingeräumten Vorrechte der Kolonisten bereits aus der historischen Landnahme Nordamerikas, wir haben sie im Zweiten Weltkrieg bei der versuchten Kolonisation der Ukraine durch die vom NS-Staat angesiedelten deutschen Bauern erlebt, und sie begegnen uns auch im heutigen Westeuropa wieder, wo der berüchtigte „Migrantenbonus“ bei Straftaten von Kolonisten gegenüber europäischen Indigenen zum festen Bestandteil der sogenannten „Rechtssprechung“ wurde.

Aber ob eine finale genozitäre Eskalation als denkbare Endstufe jeder Umvolkungspolitik tatsächlich betrieben wird oder nicht, ist letztlich immer eine Frage des politischen Willens. Die ideologischen Hintermänner jeglicher Umvolkungspolitik stehen daher eines Tages stets vor derselben richtungsweisenden Entscheidung: Entweder sie nehmen einen denkbaren oder sich bereits abzeichnenden Massenmord an den Indigenen als Begleiterscheinung ihrer Politik in Kauf, oder sie bremsen die Umvolkung aus, sobald erkennbar wird, dass diese Politik im Endergebnis auch zu einem Völkermord an den Indigenen führen könnte. Im ersten Fall würde man eine besonders radikale Variante erkennen, im zweiten Fall eine gemäßigtere Politik, bei der die Vermeidung von Mord und Totschlag letztlich höher wiegt als die Durchsetzung der eigenen ideologischen Zielsetzungen.

Zur Klärung der Frage der Radikalität unserer buntistischen Führer der Gegenwart – Merkel, Steinmeier & Co. – sei zunächst ein Blick auf die zentralen Inhalte und Zielsetzungen ihrer Ideologie geworfen. Dabei zeigt sich sehr schnell, dass der Buntismus nicht nur prinzipiell als radikal zu bewerten ist – Umvolkung ist immer radikal –, sondern auch, dass seine geistigen Ursprünge in engster Verbindung zu ideologischen Lehren stehen, die historisch Millionen von Toten zu verantworten haben.

Grundsätzlich sieht die buntistische Ideologie in Deutschland nicht das Land der Deutschen, sondern ein globales Siedlungsgebiet, ähnlich wie die europäischen Kolonialstaaten des 19. Jahrhunderts Amerika, Afrika, Südostasien und Australien unabhängig von den dort bereits lebenden Völkern als offene Siedlungsgebiete für ihre eigenen europäischen Bevölkerungen betrachteten. Der Buntismus der Gegenwart versteht sich somit als eine Umkehrung der europäischen Kolonisationspolitik des 19. Jahrhunderts: Kolonisiert werden sollen heute nicht mehr außereuropäische Länder durch Europäer, sondern Europa soll kolonisiert werden durch Siedler aus Afrika und dem Orient.

Damals wie heute wird eine vermeintliche oder sich abzeichnende Unterbevölkerung der zu kolonisierenden Gebiete – damals Afrika, heute Europa – als Rechtfertigung der Kolonisation herangezogen sowie verschiedene verhaltensethische und kulturbezogene Argumente: seinerzeit die europäische Zivilisation, die den Afrikanern zu bringen sei, heute die „Bereicherung“ durch „edle Wilde“ und „Menschen mit Lebensfreude“, mit denen man die Europäer zu beglücken habe. All diese siedlungspolitischen Ideologien, sowohl der Kolonialismus des 19. Jahrhunderts als auch der Buntismus der Gegenwart, sind aufgrund der mit dieser Politik einhergehenden massiven ethnopolitischen Verwerfungen grundsätzlich als äußerst radikal einzuschätzen.

Diese Radikalität des Denkens lässt sich im Fall des Buntismus auch in seinen historischen Ursprungsideologien erkennen. Auf welche geistigen Gundlagen der Buntismus genau zurückgeht, ist bekanntlich umstritten. Die einen sehen im Buntismus lediglich eine Fortentwicklung der kulturellen Selbstzerstörungslehre der 68er, deren Wurzeln wiederum in der maoistischen, zivilisationsfeindlichen Kulturrevolution Chinas von 1966 liegen. Diese Interpretation betrachtet den Buntismus der Gegenwart lediglich als eine 1968 nach Westeuropa imporierte und geringfügig abgewandelte Variante des autoaggressiven, auf kulturelle Selbstzerstörung ausgerichteten Maoismus. Selbsthass und zivilisationsfeindliche Stoßrichtung des Maoismus werden dabei in seiner westeuropäischen Abwandlung nicht nur durch die für den Maoismus sowieso typische Ablehnung der traditionellen Kultur und zivilisierten Verhaltens praktiziert, sondern werden zusätzlich verstärkt durch Massenansiedlung fremdkultureller Personen mit erkennbar barbarischer Prägung.

Andere sehen im Buntismus hingegen eine überspitzt anti-faschistische Ideologie, die sich, unabhängig von solchen maoistischen Fragen nach Kultur und Zivilisation, als diametral entgegengesetzte Antwort auf das rassische Ideologiegebäude des Dritten Reiches versteht und daher in erster Linie durch rassisches Denken definiert. Als Anti-Lehre einer Rassenideologie ebenfalls primär rassischem Denken verhaftet, steht in der Rassenhierarchie des Buntismus der „Schwarze“ nun nicht mehr „unter“ dem „Weißen“, wie im klassischen Rassismus der NS-Zeit, sondern als Antithese konsequenterweise „über“ ihm. Wie einst der „Schwarze“ und „Jude“ dient daher heute der „Weiße“ als stereotypes rassisches Feindbild der staatlichen Propaganda und begegnet uns als solches Tag für Tag in der gängigen Hassphrase von den „alten weißen Männern“, wie sie unsere politische Elite üblicherweise zur bewusst abwertend-rassischen Personifizierung für alles Böse dieser Welt verwendet.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte: Die ideologischen Ursprünge des Buntismus finden sich sowohl im kulturrevolutionären, anti-zivilisatorischen Maoismus der 68er als auch in einer primär rassisch verhafteten Ideologie in der geistigen Tradition des Dritten Reichs, die uns heute nur unter umgekehrten Vorzeichen wieder heimsucht. Es zeigt sich somit: Wer den geistigen Ursprüngen des buntistischen Gedankenguts nachgeht, wird sehr schnell im Dunstkreis von Ideologien fündig, die schon damals nicht nur äußerst radikal dachten, sondern bei der praktischen Umsetzung ihrer Radikalität auch über Millionen von Leichen gingen.

Vor diesem Hintergrund einer unverkennbaren geistigen Nähe des Buntismus zum rassischen Denken des Dritten Reiches, obwohl unter umgekehrtem Vorzeichen, scheint auch Nicole Höchsts aktueller Vergleich zwischen Hitler als dem prominentesten politischen Vertreter des vorkriegszeitlichen „weißen“ Rassismus und Merkel als der zweifellos weltweit prominentesten Vertreterin des heutigen – grundsätzlich implizit anti-„weißen“ – Buntismus in Deutschland nicht ganz unberechtigt. Fraglich ist allerdings – und diese zwangsläufige Folgefrage wurde mit Bezug auf Hitlers Judenmorde auch in Nicole Höchsts phoenix-Interview durch den Reporter gestellt –, ob die Radikalität der heutigen Buntisten so weit geht, dass sie ganz in der Tradition ihrer geistigen Ursprungslehren Maoismus und hitlerischem Rassismus eines Tages ebenfalls vor Leichenbergen und Massenmord nicht zurückschrecken werden.

Um diese in Nicole Höchsts Interview nur indirekt angedeutete Fragestellung einmal in aller Deutlichkeit zu formulieren: Wird ein Staat, dessen Ideologie sich aus dem Selbstverständnis eines diametralen Gegensatzes zum mörderischen „weißen“ Rassismus und deutschen Nationalismus des Dritten Reiches speist, eines Tages genau wie sein ideologischer Spiegelbildstaat zu mörderischen Methoden greifen, wenn auch unter diametral entgegengesetzten Vorzeichen? Werden also eines fernen Tages – Nicole Höchst spricht von „50 Jahren“ – in letzter Konsequenz unserer totalen Bunten Republik nicht Juden und Zigeuner in Deutschland ermordet werden, sondern Deutsche?

» Morgen: Teil 2 – Wie gefährlich sind die Buntisten?

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