Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist (CG)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Albrecht Müller – Buchvorstellung am 18.11.2019 – Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst
  2. Julian Assange
  3. Der Rote Platz #62: SPD-Urwahl – Mit Eskien und Walter-Borjans eine neue Politik?
  4. 70 Jahre NATO und kein Grund zum Feiern
  5. Interview mit Fabio De Masi von den Linken: Illegale Raubzüge der Finanz- und Bankenmafia
  6. 30 Milliarden Euro fehlen in Rentenversicherung – Interview mit Reiner Heyse („Seniorenaufstand“)
  7. Trump’s Impeachment & the Roots of the Ukrainian Crisis | Interview with Prof. Peter Kuznick
  8. Bundespressekonferenz
  9. Andrei Nekrasov: “The Magnitsky Act”
  10. Musik trifft Politik

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Albrecht Müller – Buchvorstellung am 18.11.2019 – Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst
    Buchvorstellung des Mitherausgebers und Autors der kritischen Website Nachdenkseiten, im Gespräch mit Rainer Burchardt (ehemals Chefredakteur des Deutschlandfunks; FH Kiel – Schwerpunkt: Medienstrukturen).
    Albrecht Müller war von 1987 bis 1994 Mitglied der SPD im deutschen Bundestag und Planungschef im Bundeskanzleramt unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. In seinem neuen Buch gewährt er Einblicke und analysiert die Methoden der Manipulation durch Medien.
    Sprecher des einladenden Gesprächskreises Nachdenkseiten Hamburg, attac Hamburgs und des Hamburger Forums kommen ebenso zu Wort wie Publikumsgäste. Es entwickeln sich Dialoge zwischen den einladenden, den Podiums-, und den Publikumsgästen.
    Moderation: Udo Fröhlich, Bild: Reiner Heyse und Marco Gasch, Ton: Özgür Yildiz
    Veranstaltungsort: Rudolf-Steiner-Haus am Mittelweg in Hamburg, Datum: 18.11.2019
    Quelle:
    NachDenkSeiten

  2. Julian Assange
  3. Der Rote Platz #62: SPD-Urwahl – Mit Eskien und Walter-Borjans eine neue Politik?
    Kann sich die SPD aus dem neoliberalen Sumpf befreien?
    Die grausame Mehrheit von Medien und auch einem Gerhard Schröder zieht über Saskia Esken & Norbert Walter-Borjans her: Sie können es nicht, sie sollen schön auf dem Plätzchen bleiben, das sie ihnen zuweisen. Doch Gerhard Schröder hat die Sozialdemokratie mit Kriegen und Hartz IV krachend vor den Baum gefahren und die SPD dem Neoliberalismus geopfert – Zeitungen wie Cicero, Süddeutsche oder Welt sind keine Freunde von gesellschaftlichen Veränderungen. Deren Ratschläge können die designierten Vorsitzenden getrost in den Wind schreiben. Um überhaupt etwas zu bewegen, sind sie auf eine gesellschaftliche Linke angewiesen, die ihnen mit kräftigem Engagement für Frieden, Umweltschutz und sozialen Ausgleich Raum für eine andere Politik schafft. Was sie dafür gar nicht brauchen ist eine LINKE, die sich für das Hier und Jetzt als Regierungspartner ohne Union andient.
    Quelle:
    weltnetzTV, 03.12.2019

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller “Scholz will die neue SPD-Führung unterstützen. Gut so. Die Konsequenz wäre, das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers zur Verfügung zu stellen.” und von Jens Berger “SPD-Vorsitz – Die Schnappatmung der konservativen Medien”.

  4. 70 Jahre NATO und kein Grund zum Feiern
    Glaubt man den Aussagen von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dann ist das Militärbündnis nicht nur unverzichtbar, sondern auch ein beispielloser Erfolg. Der 70. Geburtstag der Allianz offenbart jedoch erneut, wie es um den inneren Zustand der NATO bestellt ist.
    Beginnend mit den Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Relevanz der NATO bis hin zu den Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über einen NATO-“Hirntod”. Derweil sorgt der türkische Präsident Recep Tayyip ErdoÄan für noch mehr Ärger. Seien es die türkischen Operationen in Syrien oder der Kauf eines russischen Luftabwehrsystems. Die Zerwürfnisse innerhalb der NATO sind nicht zu übersehen.
    Quelle:
    RT Deutsch, 03.12.2019

    Anmerkung CG: Man mag über den (neoliberalen) französischen Präsidenten denken was man will, in der Debatte über die “hirntote Nato” hierzulande wurde jedoch meist eine wichtige Aussage Macrons weggelassen. Hinlänglich bekannt ist, dass Macron mangelnde Koordinierung der USA mit “Verbündeten” kritisierte, dass er die Türkei für deren aggressives Vorgehen in Syrien kritisierte, dass er wiederholt mehr europäische “militärische Eigenständigkeit” forderte, und dass er sogar die “Zukunft” des Artikel 5 (Beistandsklausel) hinterfragte. Wenig bekannt ist allerdings eine weitere wichtige Aussage aus dem Interview, das Macron der britischen „Economist“ gegeben hatte. “Macron forderte erneut einen Politikwechsel der EU gegenüber Russland. […] Macron sagte, dass die Europäer einen gemeinsamen Weg mit ihrem großen Nachbarn im Osten finden müssten, wenn das nicht getan wird, wäre das ‘ein sehr großer Fehler’. […] er sprach davon, dass man den Dialog trotz des Misstrauens der Polen und der Balten gegenüber Russland suchen sollte.” Nachzulesen ist dies bei Thomas Röper.

  5. Interview mit Fabio De Masi von den Linken: Illegale Raubzüge der Finanz- und Bankenmafia
    RT-Moderatorin Paula P’Cay trifft den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken, Fabio De Masi. Er ist außerdem finanzpolitischer Sprecher und Leiter des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen.
    De Masi spricht über die Strafanzeige, die er gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Victor Perli gegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wegen Untreue gemäß § 266 StGB gestellt hat. Er hält den Minister für verantwortlich, über eine halbe Milliarde Euro an Steuergeldern in den Sand gesetzt zu haben, und ist der Meinung, dass er sowohl Parlament als auch Öffentlichkeit belogen hat. In den kommenden zwölf Jahren werden die privaten Mautbetreiber weiterhin Steuergelder erhalten, so wie vertraglich vereinbart.
    Auch die Funktion der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) kritisiert De Masi, da laut seiner Ansicht die Aufsicht nicht gewährleistet ist und es zu wenige Mitarbeiter gibt. Er fordert eine Art Finanzpolizei für Geldwäsche.
    “Unser Rechtssystem hat zu wenig Ressourcen, um bei kriminellen Netzwerken schnell einzuschreiten zu können, und Gerichtsverfahren bleiben oft unbearbeitet und sind langwierig”, so der Linken-Politiker.
    Er kritisiert Politiker wie Friedrich Merz (CDU), der im Aufsichtsrat von BlackRock Deutschland und seit Januar 2010 im Aufsichtsrat der Bank HSBC sitzt, die auch in Cum-Ex-Geschäfte involviert war.
    Die Linke fordert eine Transaktionssteuer, ein Unternehmensstrafrecht, eine neue und schnell eingreifende Finanzpolizei sowie die Trennung von Investmentbanken und klassischen Banken.
    Er ist der Meinung, dass man Whistleblowern aus der Finanzbranche besseren Schutz gewähren sollte, um frühzeitig Informationen über neue entstehende Steuertricks in der Finanzbranche aufzudecken, um dadurch Steuerzweckentfremdung rechtzeitig eindämmen zu können.
    Quelle:
    RT Deutsch, 03.12.2019

    Fabio De Masi [transkribiert, Minute 5]: “Ich habe mal ein Interview gesehen mit einem britischen Arbeiter in den 80er Jahren unter Margaret Thatcher […]. Die hat gesagt, wir müssen die britische Eisenbahn privatisieren und dann kann sich das Volk die Eisenbahn zurückkaufen, indem es Aktionär wird. Der britische Arbeiter hat dazu gesagt: ‘Warum soll ich etwas verkaufen, was mir bereits gehört, um es mir dann zurück zu kaufen?’ So schlicht ist manchmal die politische Wahrheit.”

  6. 30 Milliarden Euro fehlen in Rentenversicherung – Interview mit Reiner Heyse („Seniorenaufstand“)
    „Seniorenaufstand“: 30 Milliarden Euro fehlen in der Rentenversicherung – „und keiner kriegt es mit“
    Die „Deutsche Rentenversicherung“ (DRV) hat ein Finanzierungsloch von über 30 Milliarden Euro gemeldet. Doch die entsprechende Pressemeldung werde ignoriert, empört sich die Initiative „Seniorenaufstand“ und spricht von „Medienversagen“.
    Quelle:
    Sputniknews, 04.10.2019

  7. Trump’s Impeachment & the Roots of the Ukrainian Crisis | Interview with Prof. Peter Kuznick
    In this exclusive interview with author, Professor of History, and Director of the Nuclear Studies Institute at American University in Washington D.C., Peter Kuznick, we talk about the ongoing impeachment hearings against Trump and also examine the historical context to the crisis in Ukraine. We also discuss why the Democratic and liberal establishment are drawing attention to the significance of whistleblowing for democracy when it comes to the Trump impeachment case, while ignoring, and even undermining, other whistleblowers such as Edward Snowden and Chelsea Manning. Furthermore, we analyse whether providing lethal military aid to Ukraine actually protects the national security of Europe and the U.S., and thereafter touch upon possible solutions to the crisis in Ukraine.
    Quelle:
    acTVism Munich, 22.11.2019

  8. Bundespressekonferenz
  9. Andrei Nekrasov: “The Magnitsky Act”
    Andrei Nekrasov im Interview mit weltnetz.tv über eine Lügengeschichte, die die US-Regierung nutzte, um seitdem weltweit “Menschenrechtsverletzungen” mit Sanktionen zu belegen.
    William (“Bill”) Browder ist ein amerikanisch-englischer Hedgefondsmanager und einer der wichtigsten Investoren im Russland der Jelzin-Ära, der wie viele andere von der Privatisierung der sowjetischen Staatsunternehmen profitieren und ein unermessliches Vermögen erspekulieren konnte. Browder überwarf sich mit Wladimir Putin, den er zuerst unterstützt hatte, wurde wegen Steuervergehen angezeigt und erhielt 2005 in Russland Einreiseverbot. Browder beschäftigte den russischen Steuerberater Sergej Magnitsky, der in Russland verhaftet wurde und im Jahr 2009 unter bisher immer noch ungeklärten und tragischen Umständen in einem Moskauer Gefängnis zu Tode kam.
    Bill Browder gelang es in der Folgezeit, den internationalen Medien die folgende Geschichte zu erzählen: Magnitsky wäre verhaftet und ermordet worden, weil er einem 230-Millionen-Korruptions-Steuerschwindel auf die Spur gekommen wäre und diesen – als Whistleblower – bei der Moskauer Polizei angezeigt habe. New York Times, Washington Post und Financial Times berichteten, die großen europäischen Medien schlossen sich an, und es kam zu Tausenden von Artikeln und TV-Berichten, in denen Magnitsky zum Symbol für Menschenrechtsverstöße in Russland wurde.
    Mehr noch: 2012 wurde “The Magnitsky Act” als ein überparteiliches Gesetz vom US-Kongress verabschiedet und vom damaligen Präsidenten Obama unterzeichnet. 2017 folgte “The Global Magnitsky Act”, das die USA seitdem ermächtigt, weltweit Menschenrechtsverletzungen mit Sanktionen zu belegen. 2019 folgte eine entsprechende Resolution des EU-Parlaments mit einer Aufforderung an alle Mitgliedstaaten, ähnliche Gesetze wie die USA zu erlassen.
    Der renommierte russische Filmemacher Andrei Nekrasov (Grimme-Preisträger 2013) erklärte sich bereit, über den Fall Magnitsky ganz im Sinne der Bill-Browder-Version einen Dokumentarfilm zu drehen. Doch noch während der Dreharbeiten kamen ihm immer mehr Zweifel an der Stichhaltigkeit der Geschichte vom Whistleblower Magnitsky. Viele angebliche Fakten stellten sich als falsch heraus und mehrere der angegebenen Daten zu den Ereignissen konnten nicht stimmen. Die Taz vom 10.06.2016 zitierte in einem Bericht den Regisseur: “Jeden Tag wurde ich sicherer, dass es eine Lügengeschichte war, auch wenn das ein längerer und schmerzhafter Prozess gewesen ist. Weil ich Browder ja ideologisch nahestand und in weiten Bereichen ja auch ein Regimekritiker bin. Aber wir spielen doch den Gegnern in die Hände, wenn wir nicht bei der Wahrheit bleiben.”
    Produziert wurde der Film, ein zweistündiges packendes Doku-Drama, von der norwegischen Produktionsgesellschaft “Piraya Film”. ARTE und ZDF beteiligten sich an den Produktionskosten von über einer Million Euro. Als der Film fertig abgedreht war, zeichnete er ein völlig neues Bild des Falles Magnitsky. Nach einer genauen technischen, inhaltlichen und juristischen Prüfung war die ARTE-Redaktion einverstanden und organisierte die Uraufführung in den Räumen des EU-Parlaments für den 3. März 2016 (“Tag der Pressefreiheit”).
    Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Die geplante Vorführung wurde abgesagt; der Film auf ARTE, obwohl schon in den Programmvorschauen angezeigt, nicht gesendet. Gegen den Film hatten – mit Erfolg – u.a. Bill Browder, die Grünen-Abgeordnete Marieluise Beck, der Berichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Andreas Gross und Bernd Fabritius, stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses der Parlamentarischen Versammlung, interveniert.
    Der Regisseur zeigte den Film im Rahmen der Deutsch-Russischen Friedenstage am 23. November in Bremen im überfüllten Saal der Villa Ichon. Am gleichen Tag hatte “Der Spiegel” mit einer vierseitigen Geschichte (“Story ohne Held”) über den komplizierten Fall berichtet und die Aussagen des Films in allen wesentlichen Punkten bestätigt. Das Interview fand am nächsten Morgen statt.
    Mehr Informationen auf
    magnitskyact.com. Hier kann auch die englische Version des Films angesehen werden.
    Quelle: weltnetzTV, 29.11.2019

    Artikel über den Filmemacher Andrej Nekrasov auf den NachDenkSeiten sind hier zu finden.

  10. Musik trifft Politik

    Anmerkung: In dieser Rubrik wollen wir Ihnen Songs mit politischen und gesellschaftskritischen Texten vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder Leser kennt. Wenn auch Sie Musiktipps für uns haben, mailen Sie uns Ihre Empfehlungen bitte an unsere Mailadresse für die Videohinweise videohinweise(at)nachdenkseiten.de mit dem Betreff: Musik.





Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar