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Der Bund hat die Pläne zum Neubau eines 344 Millionen Euro teuren Regierungsterminals am Hauptstadtflughafen BER vorerst auf Eis gelegt. Damit endet ein lang andauernder Streit zwischen der Bundesregierung und den Betreibern des Flughafens.

Das Projekt für ein neues Regierungsterminal soll demnach bis mindestens 2030 nicht mehr weiterverfolgt werden. Geplant wird stattdessen ein Umzug der Flugbereitschaft in das bereits fertiggestellte Regierungsterminal westlich vom Schönefelder Flughafen – spätestens mit Inbetriebnahme des BER Ende Oktober 2020.

Staatsgäste sollen damit künftig an einem bereits bestehenden Interimsterminal empfangen werden, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen. Dorthin soll auch die Regierungsflotte umziehen, mit der die Mitglieder zu ihren Auslandsterminen reisen. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet.

Die nun getroffene Entscheidung ist Ergebnis der monatelangen Verhandlungen zwischen der Flughafengesellschaft FBB und der Bundesregierung.

Bedenken hatte es zuletzt vor allem im Auswärtigen Amt gegeben. Das Ministerium zweifelte daran, dass das Interimsterminal repräsentativen Ansprüchen genügen würde. Zudem war befürchtet worden, dass die Regierungsflieger auf dem Interimsgelände nicht genügend Platz haben würden.

In das bereits fertige Gebäude will die Bundesregierung rbb-Informationen zufolge nun Ende Oktober nächsten Jahres umziehen und damit parallel zur geplanten Eröffnung des seit vielen Jahren verspäteten Hauptstadtflughafens.

Kostenexplosion

Der Hauptstadtflughafen BER soll am 31. Oktober 2020 mit rund neun Jahren Verspätung eröffnen. Die Kosten für das Projekt fallen wohl noch höher als ursprünglich geplant aus. Zunächst waren rund 299 Millionen Euro dafür veranschlagt. Im vergangenen Jahr wurden die Baukosten schon auf 344 Millionen geschätzt.

jeg/mt





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Von Veritatis

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