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10. Juli 2020

Bayer setzt für Wunder auf 100-Millionen-Mann Havertz



Es wäre genau der richtige Zeitpunkt für seine erste große Gala auf internationaler Bühne: Wenn Bayer Leverkusen das kleine Fußball-Wunder vollenden und sich in den Geschichtsbüchern der Champions League verewigen will, ruhen die Hoffnungen vor allem auf Kai Havertz.

Und zwar völlig unabhängig davon, ob das bereits als Gruppensieger feststehende Juventus Turin mit der besten Elf um Superstar Cristiano Ronaldo auflaufen wird. Der verletzte Sami Khedira und nicht nominierte Nationalspieler Emre Can sind sicher nicht dabei.

Sollte Bayer am Mittwoch (21.00/DAZN) gewinnen, und Atlético Madrid zeitgleich gegen das ausgeschiedene Lok Moskau nicht, hätte Leverkusen als zweites Team der Königsklassen-Historie nach drei Niederlagen zum Auftakt das Achtelfinale erreicht. Kapitän Lars Bender spricht freilich von einer „Minimalchance“, Sportdirektor Simon Rolfes beziffert diese auf „vier bis fünf Prozent“. Sportchef Rudi Völler sieht sein Team nach vier Pflichtspiel-Siegen in Folge derweil in einem „Lauf“ und erklärte: „Wir wollen Juventus schlagen – und dann schauen wir mal.“

Dabei wird es auch auf Havertz ankommen, den Juve-Trainer Maurizio Sarri als „kompletten Spieler“ ansieht, der „sicher einer der besten Spieler Europas werden wird“. In der Liga hat der von halb Europa gejagte Havertz, der im Sommer wohl wechseln und zum 100-Millionen-Mann aufsteigen wird, sein Können mehrfach unter Beweis gestellt. International blieb er vieles schuldig. In der Champions League ist der Mittelfeldspieler nach sieben durchwachsenen Einsätzen noch ohne Tor und Vorlage, in der Nationalmannschaft kommt er auf ein Tor und zwei ordentliche Leistungen gegen Russland und Argentinien. Lediglich sein Debüt in der Europa League war herausragend – doch die zwei Tore am 1. Spieltag 2018/19 bei Ludogorez Rasgrad fanden nicht überall Beachtung.

Aktuell scheint Havertz nach schweren Wochen rechtzeitig in Form zu kommen. Beim 2:1 gegen Schalke überzeugte er beim Startelf-Comeback nach vierwöchiger Zwangspause wegen eines Muskelfaserrisses. Davor befand er sich nach ordentlichem Start im ersten echten Leistungsloch seiner Karriere. Seit September war Havertz an keinem Tor beteiligt.

Doch einen Spieler seiner Qualität braucht Leverkusen, um das Wunder von Newcastle United vor 17 Jahren zu wiederholen. Und für Havertz spricht, dass er seine erste Krise unaufgeregt, aber doch selbstkritisch aufgearbeitet hat. „Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass mich nicht alle loben und in der ich nicht nur Positives über mich lese“, sagte er kürzlich in einem Interview bei „bundesliga.de“: „Aber es ist ganz normal, dass man eine Phase erlebt, in der man auch mal einen Dämpfer mitkriegt. Mich hält so etwas aber nicht auf, sondern ich versuche, es den Leuten zu beweisen.“

Besondere Motivation könnte es sein, wenn er auf der Gegenseite der von ihm als „Vorbild“ bezeichnete Ronaldo auflaufen würde. Doch dies ist angesichts des sicheren Weiterkommens offen. Und der Rekordtorjäger der Champions League, der neuerdings auch der Feldspieler mit den meisten Einsätzen ist, hatte zuletzt auch so etwas wie eine Krise. Er war im gesamten November ohne Tor geblieben. (dpa)



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