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5. Juli 2020

Kabarettist Dieter Nuhr: „Der Andersdenkende wird als Feind betrachtet“




Gesellschaft

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Der Kabarettist Dieter Nuhr sieht die Meinungsfreiheit in Deutschland gefährdet. Der Andersdenkende wird laut Nuhr nicht mehr respektiert. Zuletzt hatte sich der Komiker mit seinem Spott über die Klimaaktivistin Greta Thunberg viele Feinde gemacht.

In einem Interview für die „Rheinische Post“ beklagte Nuhr den negativen Einfluss der sozialen Netzwerke auf die deutsche Debattenkultur: „Die sozialen Medien haben dazu geführt, dass sich der Ton verändert hat. Argumente zählen kaum noch, es geht in den meisten Fällen nur noch um Reizworte und Symbolbegriffe, es wird verdreht, beschimpft, bedroht.“

Der Andersdenkende werde nicht mehr respektiert, sondern als Feind betrachtet. Das liege vor allem an der Anonymität im Internet: Da müsse man nicht höflich sein, sondern könne sofort beleidigend werden, ohne dass es Folgen habe. Im Netz herrsche deshalb nicht Freiheit, sondern Anarchie – und damit das Recht des Stärkeren. „Das ist das Gegenteil von Zivilisation.“

Wenn sich Massen, die „sich selbst für die Seite des Guten halten“, mobilisierten, sei es schwer, mit rationalen Argumenten durchzukommen. Man werde stets mit diskriminierenden Attributen, „rechts“ oder „linksgrün versifft“ belegt. Da sei ein normales Gespräch nicht mehr möglich.

„Ich leugne den Klimawandel nicht“

Die Frage des Umweltschutzes sei so verfahren, dass da keine einfachen Lösungen funktionierten, betonte Nuhr weiter. „Ich leugne zum Beispiel den Klimawandel nicht, warne aber auch vor Lösungsvorschlägen, die ebenfalls in die Katastrophe führen. Wer keine Flüge und keine Frachtschiffe mehr haben will, will die Weltwirtschaftsordnung abschaffen.“

Es werde Milliarden Menschen, die erst in den letzten Jahrzehnten der Armut entkommen seien, wieder ins Elend zurückwerfen. 

Nuhr gegen Thunberg

Immer wieder hatte der 59-Jährige in der Vergangenheit gegen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg scharf geschossen. Der Kabarettist macht keinen Hehl daraus, dass er von der jungen Frau wenig hält. Bei einem Auftritt in Erfurt sprach der Komiker von Gretas „Radikalität“, die mehr Menschen in Gefahr bringen als sie retten könne. Daraufhin wurde es laut Medienberichten still im Saal, im Publikum ertönte ein Buh-Ruf.

ta/gs





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