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5. Juli 2020

Vorwand für US-Intervention: Venezuela sieht „False-Flag-Operation“ hinter Angriff auf Militärs




Politik

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Venezuela will kriminelle Pläne der von Kolumbien unterstützten Opposition mit dem Codenamen „Blutiges Weihnachten“ entlarvt haben. Dabei handelt es sich laut dem Informationsminister Jorge Rodriguez um eine sogenannte „False-Flag-Operation“, die als Vorwand für eine US-Intervention in Venezuela dienen sollte.

Bei dem Überfall auf eine Militäreinheit im Süden Venezuelas hätten die Angreifer neun RPG-Panzerbüchsen erbeutet. Ihre Absicht war es laut Rodriguez, weitere Terroraktionen in Venezuela sowie eine Operation unter falscher Flagge durchzuführen, die eine Militärintervention der USA in Venezuela rechtfertigen würde.

Dabei erhob der venezolanische Minister in einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast in Caracas schwere Vorwürfe gegen den kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque: Dieser habe die Anweisung erhalten, dieses Täuschungsmanöver gegen Venezuela zu organisieren.

Mit den Panzerbüchsen, die bei dem Überfall erbeutet wurden, kann man laut  Rodriguez auch Flugzeuge vom Himmel holen. „Die Absicht hinter diesem Diebstahl der Raketenwerfer war, damit schließlich ein Kampfflugzeug der kolumbianischen Luftwaffe oder auch ein Passagierflugzeug über dem kolumbianischen Territorium abzuschießen, um später zu sagen, es seien RPG-Panzerbüchsen der Venezolanischen Streitkräfte gewesen“, fügte Rodriguez hinzu.

Überfall auf Militärbataillon

Eine Militäreinheit im Süden Venezuelas war am Sonntag angegriffen worden. Nach Angaben der Regierung wurde dabei ein Soldat getötet. Die Angreifer hätten Waffen erbeutet. Verteidigungsminister Vladimir Padrino machte die Opposition für den Angriff verantwortlich.

Laut Informationsminister Jorge Rodriguez wurden sechs Verdächtige verhaftet und die entwendeten Waffen zurückgebracht.

„Diese Verbrecher wurden in paramilitärischen Lagern in Kolumbien ausgebildet und von der Regierung Jair Bolsonaro unterstützt“, twitterte Rodriguez.

Die Regierung in Caracas machte die Nachbarn Kolumbien und Brasilien sowie Peru für dem Überfall mitverantwortlich. Alle drei Staaten unterstützen den Oppositionsführer und selbsternannten Präsidenten Venezuelas Juan Guaido, der Venezuelas Präsident Nicolas Maduro entmachten will.

ta/gs





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