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4. Juli 2020

USA testen neue Möglichkeiten von Drohnenabwehr: Reaktion auf russische Strategie? – Foto




Technik

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Unbemannte Flugapparate (UAV, Drohnen) werden als ein neues Kapitel in der militärischen Luftfahrttechnik angesehen. Oft sind Drohnen schwerer als bemannte Kampfjets zu entdecken, können jedoch eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Um dieser Gefahr zu begegnen, wollen die USA anscheinend auf altgediente F-16 mit besonderen Lenkraketen setzen.

Wie das US-Portal C4ISRNET, das sich auf neuste Entwicklungen in der amerikanischen Militärtechnik spezialisiert, berichtet, testen die Amerikaner den Einsatz von altgedienten F-16-Kampfjets gegen Kampfdrohnen.

Demnach habe Major Jeffrey Entine am 19. Dezember mit einer F-16C des 85. US-Flugtestgeschwaders einen Testeinsatz in der Nähe der Eglin Air Force Base in Florida absolviert und dabei mit einer lasergesteuerten Lenkrakete eine Drohne abschießen können.

Das erklärte Ziel des Tests bestand darin, „das Abschießen einer kleinen Drohne in geringer Höhe zu demonstrieren“, und es scheint ein Erfolg gewesen zu sein, so das Portal.

Bei der Drohne habe es sich um eine BQM-167 gehandelt – eine Drohne, die speziell für Militärtests als Luftziel entwickelt wurde. Mit einer Länge von rund sechs Metern und einem maximalen Brutto-Startgewicht von über 900 Kilogramm ist die BQM-167 deutlich größer als Copter-Drohnen, jedoch kleiner als bemannte Kampfjets.

Luft-Boden-Rakete gegen Luftziel

Das Besondere sei dabei gewesen, dass für den Abschuss der Drohne keine „normale“ Luft-Luft-Rakete verwendet werden sollte.

Die Waffe, die gegen diese Drohne eingesetzt wurde, sei eine lasergelenkte AGR-20A-Rakete (Advanced Precision Kill Weapon System, APKWS) gewesen, die von der Zielerfassung der F-16 gesteuert wurde.

„Ursprünglich als kostengünstige Luft-Boden-Waffe mit geringem Kollateralschaden für den Einsatz in Afghanistan und im Irak entwickelt, ist die Anpassung der AGR-20A für den Einsatz in der Luft von großer Bedeutung. Die AGR-20A erfordert nur einem Bruchteil der Kosten einer AIM-120-Rakete, die üblicherweise zur Abwehr von Marschflugkörpern verwendet wird“, zitiert hierzu das Portal die US-Luftwaffe.

Zudem könne die AGR-20A schneller als eine AIM-120 geladen werden, und ein Flugzeug könne zwei- bis dreimal so viele Waffen tragen.

Aufnahme des Abschusses der Drohne mit der AGR-20A:

​Die F-16, ausgerüstet mit billigen AGR-20A-Raketen, könnten damit ein neues „Anti-Drohnen-Werkzeug“ der USA werden.

Anti-Drohnen-Tests – Reaktion auf russische Strategie?

Die Beschleunigung der US-Entwicklung von Anti-Drohnen-Mitteln könnte dabei eine Reaktion auf die neue russische Strategie sein, die wiederum den vermehrten Einsatz von schweren Kampfdrohnen impliziert. So erklärte erst vor kurzem die chinesische Zeitung „Renmin Ribao“, dass Russland in der Armeereform 2015 die Drohnentechnologie im Konzept der russischen Streitkräfte fest verankert habe – die intensive Drohnennutzung in Syrien sei dafür auch ein Beweis.

Insbesondere mit der Drohne „Ochotnik“ S-70 zeige die russische Militärführung die Absicht, nicht nur reine Aufklärungs-UAVs im Dienst zu haben, sondern auch über in Kampfeinsätzen vollwertig einsetzbare Drohnen zu verfügen.

Russland selbst setzt bei der Drohnenabwehr dabei eher auf landbasierte Systeme, wie die S-400, die Panzir und bald die S-500. Für Drohnen bleiben diese Abwehrwaffen praktisch unüberwindbar.

Deutlich zu sehen war dies unter anderem in Syrien, wo die russische Hmeimim-Basis regelmäßig von Drohnenschwärmen angegriffen wurde, die jedoch alle bereits im Anflug abgeschossen oder unter Fernkontrolle übernommen werden konnten.

ng/mt





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