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31. März 2020

Berlin verurteilt Angriff auf US-Botschaft in Bagdad




Politik

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Das Auswärtige Amt Deutschlands hat die gewaltsamen Ausschreitungen an der US-Botschaft in Bagdad vom Dienstag verurteilt.

„Wir verurteilen die gewaltsamen Angriffe auf die Botschaft der USA in Bagdad. Die Sicherheit und Unverletzlichkeit diplomatischer Vertretungen und ihres Personals gehören zum Kern der internationalen Ordnung, auf die alle Staaten gleichermaßen angewiesen sind. Übergriffe sind durch nichts zu rechtfertigen. Wir erwarten von der irakischen Regierung, dass sie ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Botschaften und Konsulate nachkommt“, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung.

Wie es weiter heißt, „erfüllen die Ereignisse von Bagdad auch mit Blick auf die Lage in der Region mit Sorge“.

Zudem rief das Auswärtige Amt dazu auf,  „alles zu unterlassen, was die Stabilität und Sicherheit des Irak gefährdet“.

Proteste vor US-Botschaft in Bagdad

Am Dienstag versammelten sich Tausende Menschen vor der US-amerikanischen Botschaft in Bagdad. Einige versuchten, das Gelände zu stürmen. Die Protestierenden setzten zudem den Zaun des US-Botschaftsgeländes in Brand. Sicherheitskräfte sollen mit Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen sein.

Hintergrund für die Proteste war die Wut vieler Iraker über die jüngsten US-Luftangriffe, bei denen mehr als zwei Dutzend paramilitärische Kämpfer getötet wurden. Indes machten die Vereinigten Staaten die iranische Regierung für den Angriff verantwortlich, Teheran dementierte die Beschuldigungen.

US-Verteidigungsminister Mark Esper kündigte wegen der gewaltsamen Proteste rund um die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt die Entsendung von zusätzlichen Truppen zur Sicherung der diplomatischen Vertretung in Bagdad an.

US-Luftangriffe gegen irakische Miliz

Am Sonntag hatten die Vereinigten Staaten fünf „Kataib Hisbollah”- Einrichtungen im Irak und in Syrien angegriffen. Laut einem Sprecher der Miliz kamen dabei mindestens 24 Menschen ums Leben, 50 weitere wurden verletzt.

Die Vereinigten Staaten machen die Miliz für Angriffe auf US-Personal im Irak verantwortlich. Laut dem Pentagon-Sprecher Jonathan Hoffman hatte die US-Luftwaffe mehrere Luftschläge auf fünf Einrichtungen der Gruppierung geführt und diese zerstört. Diese Angriffe auf Ziele der sogenannten Hisbollah-Brigaden sollten die Fähigkeiten der schiitischen Gruppierung vermindern, Attacken gegen Kräfte der internationalen Koalition zu verüben. Die Vereinigten Staaten werfen dem Iran vor, die Hisbollah-Gruppierung finanziell zu unterstützen.

ns/ae   





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