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4. August 2020

Pentagon: Türkei will S-400-Deal mit Russland nicht kippen




Politik

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Die Türkei weigert sich, auf die in Russland gekauften Raketenabwehrsysteme vom Typ S-400 zu verzichten. Das erklärte Pentagon Vize-Chefin Ellen Lord, wie die Moskauer Tageszeitung “Iswestija” am Dienstag berichtete.

„Wir bleiben immer noch auf alten Positionen: Wir (USA) haben klar erklärt, dass (amerikanische Bomber fünfter Generation) F-35 und S-400 nicht kompatibel sind. Leider hat die Türkei bislang keine Schritte in Bezug auf S-400 getan“, wurde Lord von russischen Medien zitiert.

Die Pentagon-Vize bestätigte, dass die Produktion von Originalteilen für F-35-Jets zum März 2020 von der Türkei in die USA verlegt werden soll. „Das Schicksal der von der Türkei früher erworbenen vier F-35-Maschinen wurde mit Ankara noch nicht erörtert“, fügte sie hinzu.

Vertrag 2017 unterzeichnet

Moskau und Ankara hatten 2017 einen Vertrag über den Kauf von Raketenabwehrsystemen S-400 „Triumph“ geschlossen. Washington drohte der Türkei Sanktionen und einen Ausschluss aus dem Programm zur Produktion von F-35 an. Präsident Donald Trump sprach von schweren Folgen und „immensen Problemen“ für die Türkei.

Russische Jets statt F-35?

Im Dezember 2019 hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass Ankara nie auf S-400 verzichten wird. „Das Thema steht nicht mehr zur Diskussion“, betonte er. Seinem Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zufolge könnte die Türkei eine Alternative zu F-35 auf anderen Märkten finden, darunter auch in Russland.

Das S-400-System ist für die Zerstörung aerodynamischer und ballistischer Ziele bestimmt. Der Ortungsradius des Systems beträgt bis zu 600 Kilometer, die Flugweite der Raketen 400 Kilometer.

am/





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