Mehr als 50 Migranten wollen nach Ungarn vordringen – Grenzbeamte feuern Warnschüsse ab

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Eine Gruppe von rund 60 Flüchtlingen hat am frühen Dienstagmorgen versucht, gewaltsam die serbisch-ungarische Grenze zu übertreten. Die Grenzbeamten hätten mit drei Warnschüssen reagiert. Dies sagte eine Sprecherin der Polizei in der südungarischen Stadt Szeged gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.

Die Migrantengruppe soll bei dem Versuch den Zaun zwischen den beiden Grenzübergängen bei Röszke beschädigt haben.

Der Straßengrenzübergang zwischen Horgos (Serbien) und Röszke (Ungarn) sei zum Zeitpunkt des Zwischenfalls gegen 05.30 Uhr noch geschlossen gewesen. Er operiere täglich zwischen 07.00 und 19.00 Uhr und liege wenige hundert Meter vom Autobahngrenzübergang Röszke entfernt, der rund um die Uhr geöffnet sei.

Der Staat hatte im Herbst 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswanderungen nach Europa, seine gesamte Grenze zum südlichen Nachbarn Serbien mit Zäunen und Sperranlagen abgeschottet. Im Oktober 2019 hatte der Ministerpräsident Viktor Orban gesagt, Ungarn werde im Falle eines neuen Migrantenstroms nach Europa gezwungen sein, Gewalt anzuwenden.

Der Weg durch Ungarn werde aber trotzdem benutzt, weil sich hier infolge der Jugoslawien-Kriege über die letzten Jahrzehnte eine bedeutsame Schlepper-Infrastruktur aufgebaut habe. In Serbien stecken nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR knapp 6000 Flüchtlinge und Migranten fest. Die meisten von ihnen warten auf eine Gelegenheit, um über Bosnien, Kroatien oder Ungarn weiterzukommen.

aa/sb/dpa





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