Christine Lagarde, nun Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte sich als vormalige Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF für niedrige Zinsen und eine „lockere Geldpolitik“ stark gemacht. Dieses Paradigma verfolgt sie offenbar auch jetzt noch für die EZB. Die jüngste Zinsentscheidung mit einer Fortsetzung der 0%-Politik spricht dafür. Ihre Nachfolgerin beim IWF, Kristalina Georgiewa, schlägt hingegen Alarm. Sinngemäß äußerte sie, es liefen ihr Schauer der Angst über den Rücken, wenn die entscheidenden Akteure der Geldpolitik noch immer von „dauerhaft niedrigen Zinsen“ sprechen würden.

Schon jetzt habe es in diesem Jahr „etliche Risikomomente“ gegeben, warnt die Funktionärin. Es sei unübersehbar, dass Spekulationsblasen wie auch Schuldenexzesse am Horizont auftauchen. Genau dies ist auch der Tenor der sogenannten „Crash“-Propheten, die schon seit längerer Zeit warnen.

IWF gegen die EZB? Was ist da los?

Die IWF-Chefin verweist auf die „Hälfte der armen Länder“. Bei denen habe sich inzwischen eine Überschuldung eingestellt, über die zu reden sei. Auch die Ökonomen Tobias Adrian und Fabio Natalucci legen laut der „Welt“ nun nach. Sie starteten einen „Aufruf zur Wachsamkeit bei risikoreichen Anlagen“. Es ginge nun darum, sogenannte Risikopuffer in Gang zu setzen. Dazu zählt beispielsweise die Forderung, dass Banken ihre Kredite mit mehr Kapital hinterlegen müssen als bislang.

Banken können einen Großteil der Kontoeinlagen gleich wieder als Kredit herausreichen und müssen in der Regel noch nicht einmal ein Zehntel der Guthaben für tatsächliche Auszahlungen vorhalten. Das hat Konsequenzen: Sobald die Kredite in größeren Volumina ausfallen, weil niedrige Zinsen für eine erweiterte Kreditvergabe sorgen, müssen Banken ihre bilanziellen Reserven angreifen. Ein solcher Mechanismus hatte die Finanzkrise 2008 ausgelöst. Inzwischen sind die Schulden auf ein wesentlich höheres Niveau gestiegen – die Gefahr also steigt. Wie Sie sich retten können, lesen Sie hier.

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Von Veritatis

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