„Unschuldige“ Panzer vernichtet: Russlands Verteidigungsamt kritisiert Pompeo-Aussagen über Syrien

„Unschuldige“ Panzer vernichtet: Russlands Verteidigungsamt kritisiert Pompeo-Aussagen über Syrien



Politik

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Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat sich zu den jüngsten Aussagen des amerikanischen Außenministers Mike Pompeo geäußert, wonach die USA über die Situation im Nordwesten Syriens wegen einer angeblichen Großoffensive „gegen Zivilsten in Idlib“ durch russische und syrische Kräfte besorgt seien.

Am Montag war auf der Webseite des amerikanischen Außenministeriums eine Presseerklärung publik gemacht worden.

„Die USA zeigen sich sehr besorgt über die Situation im Nordwesten Syriens, wo Berichten zufolge die vereinigten Kräfte Russlands, des Iran-Regimes, der (libanesischen Bewegung – Anm. d. Red.) ‚Hisbollah‘ und des Assad-Regimes eine großangelegte Offensive gegen Menschen in der Provinz Idlib und im westlichen Teil (der Provinz) Aleppo durchführen“, hieß es.

Pompeo machte auch ein Twitter-Posting mit entsprechenden Informationen.

„Heuchelei“

Konaschenkow bezeichnete die Besorgnis von Pompeo als „Heuchelei“. Er betonte dabei, dass es während des aktiven Kampfes Russlands gegen den Terrorismus keine öffentliche Erklärung des US-Außenministeriums gegeben habe, die diesen Kampf unterstützt hätte. Die Erklärungen über Besorgnisse tauchen demnach „in Momenten der vernichtenden Niederlage der Terroristen und der lang erwarteten Befreiung von Syrern“ auf.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums unterstrich dabei, in diesem Zusammenhang sei die „Schweigeunterstützung des US-Departments in den letzten Wochen“ für die große koordinierte Offensive aus der Idliber Deeskalationszone der von Pompeo als „unschuldige Zivilisten“ bezeichneten Kräfte mit Artillerie und Panzertechnik, die der Terrormiliz Dschabhat an-Nusra* (Dschabhat Fath asch-Scham; früher al-Nusra-Front) gehören, kaum verwunderlich.

Bei ähnlichen heuchlerischen Tweets des amerikanischen Außenministeriums wurden ihm zufolge zuvor „im Unterschied zu dem durch US-Bombardierungen dem Erdboden gleichgemachten Rakka“ die Syrer in Aleppo, Palmyra, Homs, Duma, Deir ez-Zor und anderen Städten befreit.

„Eine Ursache für Hauptschwierigkeiten bei der Wiederherstellung des friedlichen Lebens durch Syrer ist eben das US-Außenministerium, das nicht wählerisch in seinen Mitteln bei der Umsetzung der härtesten Sanktionen ist, die jegliche Lebensmittel-, Medizin- (…) und Finanzhilfe für wirklich unschuldige Syrer auf dem von Terroristen befreiten Territorien ihres Landes blockieren“, sagte er weiter.

Ergebnisse der syrischen Truppen

Unter anderem äußerte sich Konaschenkow zu den jüngsten Ergebnissen der syrischen Truppen: Nach dem aktuellen Stand vom 29. Januar konnten die syrischen Regierungstruppen bei ihrer Gegenoffensive an der Grenze der Deeskalationszone Idlib acht „unschuldige“ Panzer, mehr als 15 „unschuldige“  Schützenpanzer, 49 „unschuldige“ Geländewagen mit Großkaliberbewaffnung, acht „unschuldige“ Dschihad-Mobile, vier „unschuldige“ Kampfdrohnen und Dutzende Waffen mit unterschiedlichen Kaliber vernichten.

Syrien-Konflikt

Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 war der Sieg über die Terrorvereinigung „IS“* in Syrien und im Irak verkündet worden. In einzelnen Gebieten dieser Länder werden Säuberungen gegen die Milizen weitergeführt. Aktuell rücken die politische Regelung, der Wiederaufbau Syriens und die Rückkehr der Flüchtlinge in den Vordergrund.

*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

ak/mt/sna





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