Der Bundespräsident redet in Yad Vashem. Der israelische Präsident redet im Deutschen Bundestag. Alle sind vereint im Kampf gegen aufkeimenden Antisemitismus. Das ist gut so. Aber entscheidende Kräfte des gleichen Lagers heizen den Antisemitismus an. Der Ministerpräsident Israels zusammen mit Trump z.B.. Nach ihrem gerade gemeinsam präsentierten Plan zur Ordnung des Verhältnissses zwischen Israel und Palästina werden die Rechte und auch das Leben der Palästinenser mit Füßen getreten. Da wird eine Politik der ethnischen Säuberung fortgesetzt und unmenschlich mit anderen Menschen umgegangen. Das ist Wasser auf die Mühlen der Antisemiten in Deutschland und sonstwo auf der Welt. Warum spricht das niemand aus? Albrecht Müller.

Würde beispielsweise der Bundespräsident auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen, wären seine Warnungen vor Antisemitismus glaubwürdiger. Warum überlassen auch die etablierten Medien diesen Hinweis einem kritischen Medium wie den NachDenkSeiten?

Antisemitismus ist furchtbar, jeder Rassismus ist furchtbar. Auch wenn es gegen die Türken geht, oder gegen die Moslems, die Russen oder die „Itacker“. Es ist immer das gleiche Spiel, der Angreifer wähnt sich als etwas besseres und verurteilt andere wegen der Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppe, Rasse, Hautfarbe.

Dieses Gefühl der Überlegenheit hatte in Deutschland besonders schlimme Folgen: 7 Millionen ermordete und verhungerte Menschen. Der rassischtische Wahn der Deutschen im Umgang mit den Slawen hatte dort schlimme Folgen: 27 Millionen Tote, Erschlagene, Verhungerte. Und dann die Millionen Toten unter den kolonisierten Völkern Afrikas und Lateinamerikas und Asiens. Es wäre viel gewonnen, wenn wir aller ermordeten und gedemütigten Menschen und Völker in gleicher Weise gedächten. Unser Kampf gegen den Antisemitismus wäre um vieles glaubwürdiger und wirksamer.



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Von Veritatis

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