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Der Klimawandel und die globale Umweltkrise verschärfen laut einem Bericht der Weltnaturschutzunion (IUCN) die Gewalt gegen Frauen und Mädchen, teilte „The Guardian“ mit.

Der Grund sei, dass man bei der Bekämpfung der Umweltzerstörung die Ungleichheit der Geschlechter und die Auswirkungen auf Frauen und Mädchen nicht berücksichtige. Dies führe zur Verschwendung von Ressourcen und zum Scheitern der Versuche, die Umweltzerstörung zu beheben und sich an den Klimawandel anzupassen, insbesondere in ärmeren Ländern.

„Wir haben festgestellt, dass geschlechtsspezifische Gewalt allgegenwärtig ist, und es gibt genügend klare Beweise dafür, dass der Klimawandel geschlechtsspezifische Gewalt verstärkt“, sagt die Hauptautorin des Berichts, Cate Owren.

Sechs von zehn bei der IUCN-Umfrage Befragten haben angegeben, geschlechtsspezifische Gewalt unter weiblichen Umweltrechtschützern, Umweltmigranten und -flüchtlingen beobachtet zu haben, die in Gebieten mit Umweltverbrechen und Umweltzerstörung geschahen.

Geschlechtsspezifische Gewalt umfasst häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Kinderehe sowie andere Formen der Ausbeutung von Frauen. Dem Bericht zufolge nimmt in Gebieten, in denen die natürliche Umwelt unter Druck stehe, zudem der Menschenhandel zu.

So wird beispielsweise angenommen, dass weltweit mehr als 12 Millionen junge Mädchen nach den zunehmenden Naturkatastrophen verheiratet worden seien, und dass der Sexhandel wegen wetterbedingten Katastrophen um 20 bis 30 Prozent gestiegen sei.

Aus diesen Gründen müssten die Auswirkungen auf Frauen und Mädchen im Mittelpunkt aller tragfähigen Strategien für Klima und Ökologie stehen. Die Vereinten Nationen sollen bereits in Madrid beschlossen haben, in die Klimaverhandlungen im November einen Gender-Aktionsplan aufzunehmen.

aa/sb





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Von Veritatis

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