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Die Drei ergänzen sich gut: Die chinesischen Kampfjets: J-20, J-16 und J-10C – sie sollen im Wirkverbund zum Einsatz kommen. Chinas Luftwaffe will dadurch Synergien nutzen, um auf Bedrohungen der Zukunft zu reagieren. Immer wieder fliegen die drei Fighter bei gemeinsamen Trainings. Das „Military Watch Magazin“ analysiert.

Die Jets agieren wie ein gut abgestimmtes Dreierteam. Wenn die J-20, die J-16 und die J-10C sich bei gemeinsamen Übungen zeigen, dann hat jedes dieser Kampfflugzeuge seine Funktion, seine klare Aufgabe, schreibt das „Military Watch Magazin“ (MWM).

Die Chengdu J-20 bringt sich mit Tarnkappenfähigkeit ein: Der Fighter hat den Auftrag, gegnerische Flugzeuge wie aus dem Versteck – überraschend – anzugreifen. Die Chengdu J-10C sichert den Angriff vor gegnerischen Abfangjägern. Weil mit Schubvektorsteuerung ausgestattet, ist dieser Jäger der wendigste im Team. Die Shenyang J-16 ist weniger stealthy als die anderen beiden und dient deshalb laut dem Portal als Köder: lockt gegnerische Flugzeuge auf falsche Fährte.

Dieser Taktik folgen die Drei häufig auch in erweiterter Konstellation, genannt „Battle Box“. Dann kommt eine Staffel zum Einsatz aus zwei J-20, zwei J-10C und einer J-16, schreibt das Portal.

Jedes der drei Kampfflugzeuge ist mehrrollenfähig, kann also weitere Funktionen übernehmen, wie bei einem anderen Übungsszenario beobachtet, so das „MWM“. Die J-20 wird dann auf strategische Knoten in der gegnerischen Verteidigung angesetzt. Hier kommt ihre umfassende Sensorik zum Einsatz.

Das Tarnkappenflugzeug sucht und bekämpft zum Beispiel gegnerische AWACS-Plattformen wie die E-3 Sentry. In einem Konflikt über dem Pazifik wäre die chinesische Luftwaffe mit einer größeren Zahl dieser Frühwarnaufklärer konfrontiert.

Die J-20 ist das schwerste Flugzeug in der Dreiercombo – und das gegenwärtig einzige Tarnkappenflugzeug im aktiven Einsatzdienst außerhalb der USA.

Die J-16 greift indes gegnerische Wertziele am Boden an. Der Zweistrahler ist vorrangig als Jagdbomber entwickelt worden, für Präzisionsschläge gegen mobile Radarstationen, Leitstände, Abschussanlagen.

Dazu ist die Maschine durch Abstandswaffen, das leistungsstarke AESA-Radar und eine radarabsorbierende Beschichtung befähigt.

Die J-10C sichert währenddessen den Luftraum, im Einsatz als Luftüberlegenheitsjäger. Der einmotorige Kampfjet zählt zur Generation 4++, ausgerüstet mit Schubvektorsteuerung für extreme Wendigkeit, mit modernster Sensorik (einschließlich AESA-Radar) und radarabwehrenden Maßnahmen.

Das kompakte Flugzeug ist bei Reichweite und Waffenzuladung schwächer als die beiden Teamkollegen. Dafür punktet die J-10C mit niedrigen Betriebskosten und hoher Einsatzbereitschaft.

​Die chinesische Luftwaffe schickte die drei Kampfjets bereits 2018 in einen gemeinsamen Übungseinsatz, kurz nachdem die J-10C in die Nutzung übernommen worden war.  Seitdem sind die Synergieeffekte dieser Dreiercombo sicherlich verstärkt worden, schreibt das Portal.

Denn die chinesischen Luftstreitkräfte verfügen inzwischen über mehr Erfahrung mit der J-20, J-16 und der J-10C. Die Fähigkeiten der Maschinen werden laufend verbessert, angefangen bei neuer Anti-Radar-Beschichtung für die J-16 bis hin zu verstärkten Sensoren und Triebwerken für die J-20.





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Von Veritatis

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