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Die CDU-Chefin und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Abschaffung der verordneten Ehelosigkeit von Priestern – des Zölibats – sowie mehr Einfluss von Frauen in der katholischen Kirche gefordert.

Sie wünsche sich viel mehr Frauen in der Kirche und als ersten Schritt die Zulassung von Frauen als Diakonin, sagte Kramp-Karrenbauer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Samstag.

Zudem plädiert sie für die Aufhebung der verpflichtenden Ehelosigkeit der Priester. Ein Ende des Zölibats könnte die katholische Kirche attraktiver machen, unterstrich die Katholikin Kramp-Karrenbauer. 

„Es würde möglicherweise helfen, mehr Menschen für diesen Dienst zu begeistern. Die Lebensentscheidung, ohne Familie zu leben, ist für viele eine zu große Hürde“, erklärte die Verteidigungsministerin.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, sagte seinerseits im Deutschlandfunk, es gebe auch gute Gründe für den Zölibat. Entscheidend sei die Frage, wie man sicherstellen könne, dass es auch in 20 Jahren noch Eucharistiefeiern gebe. Er plädiere dafür, die Weihe von sogenannten viri probati, also verheirateten Männern, zuzulassen. Das heiße aber nicht, dass man den Zölibat abschaffen müsse.

In Frankfurt am Main findet derzeit die erste Runde des Reformdialogs zur Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland statt. Daran nehmen 230 Bischöfe und Laien teil. Die Versammlung des sogenannten Synodalen Weges soll vier Themenfelder bearbeiten: den Umgang der Kirche mit Macht, die kirchliche Sexualmoral, die Ehelosigkeit von Priestern und die Position von Frauen in der Kirche. Der Reformdialog wurde als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal angestoßen.

sm/gs/dpa





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Von Veritatis

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