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27. Februar 2020

Vorstand des russischen Leichtathletikverbands tritt zurück




Sport

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Der Vorstand der Gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) ist aufgrund der neuen Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur „Wada“ am Montag zurückgetreten.

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) Russlands und das russische Ministerium für Sport hatten dem ARAF-Präsidium zuvor den Rücktritt nahegelegt.  Eine Arbeitsgruppe des Nationalen Olympischen Komitees übernehme nun die Verbandsarbeit, teilte der Verband „Rusaf“ am Montagabend in Moskau mit.

Ziel sei es, die volle Mitgliedschaft in der Weltorganisation „World Athletics“ wieder herzustellen, teilte der neue russische Sportminister, Oleg Matyzin, mit.

„Die Krise in der russischen Leichtathletik dauert nun schon seit fünf Jahren an und für alle ist offensichtlich, dass sie hinausgezögert wurde“, erklärte der Sportminister. „Die nächsten Aufgaben sind, notwendige zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen Doping zu ergreifen.“

Russland sieht sich aktuell wegen Vorwürfen der Manipulation von Labordaten zu Dopingtests neuen Sanktionen ausgesetzt. Auch die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hatte immer wieder tiefgreifende Reformen in der Leichtathletik gefordert.

Am 28. Februar soll laut einer Rusaf-Mitteilung ein neues Präsidium gewählt werden. Zuletzt gab es nach dem Rücktritt des Verbandschefs lediglich eine kommissarische Führung. In der vergangenen Woche hatte das Sportministerium dem Leichtathletikverband wegen bisheriger Versäumnisse bereits die staatliche Zulassung entzogen.

Dopingvorwurf

Die Integritätskommission von World Athletics (AIU) hatte zuvor den Ausschluss des russischen Verbandes empfohlen. Über einen Ausschluss entscheidet das AIU-Exekutivkomitee im März. Rusaf ist seit Bekanntwerden des flächendeckenden Dopings seit 2015 suspendiert.

Russland kämpft außerdem vor dem internationalen Sportgerichtshof Cas gegen die neuen Wada-Sanktionen. Die Wada hatte unter anderem beschlossen, russische Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio und 2022 in Peking nicht unter russischer Flagge starten zu lassen.

mka/gs/dpa





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