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7. Juli 2020

Bei Israel-Attacke beinahe unter Beschuss geraten: Passagierflugzeug landet auf Hmeimim-Basis




Panorama

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Ein einfliegendes Flugzeug mit 172 Passagieren an Bord wäre beinahe unter Beschuss der syrischen Flugabwehr geraten, die eine israelische Attacke bei Damaskus abwehrte. Die Maschine konnte auf die russische Luftbasis Hmeimim umgelenkt werden. Dies erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow.

Demnach führten nach zwei Uhr in der Nacht am Donnerstag vier Jagdflugzeuge F-16 der israelischen Luftstreitkräfte ohne Anflug in den syrischen Luftraum plötzliche Schläge mit „Luft-Boden“-Raketen gegen die Vororte von Damaskus aus.

Bei der Abwehr der israelischen Attacke setzten die syrischen Regierungstruppen laut Konaschenkow aktiv die Flugabwehrsysteme ein.

Airbus-320

Zeitgleich war am internationalen Flughafen Damaskus ein Airbus 320 mit 172 Fluggästen an Bord im Landeanflug. Nur dank den operativen Handlungen der Flugberater des Hauptstadtflughafens und der effektiven Arbeit des automatisierten Systems der Flugbetriebslenkung konnte die Maschine aus der Wirkungszone der syrischen Luftabwehr umgelenkt werden. Sie konnte anschließend auf dem nächstliegenden Ersatzflugplatz, der Basis Hmeimim, landen.

Konaschenkow betonte, dass die Bewegung von Passagierflugzeugen in aller Welt auf bewussten Flughöhen erfolge, die die Radargeräte Israels deutlich sähen. Er fügte hinzu, dass die israelischen Radargeräte genauso deutlich das Luftlagebild beim Flughafen Damaskus beobachten könnten.

„Somit wird die Durchführung der Kampfeinsätze durch den israelischen Generalstab mit Einsatz von Zivilflugzeugen mit Passagieren für die Beschirmung oder Blockierung von Gegenhandlungen der syrischen Flugabwehrkräfte zu einem Charakterzug der israelischen Luftstreitkräfte“, so der General.

Er zeigte Bedauern, dass solche „Einsätze von israelischen Strategen“ das Leben von Hunderten unschuldigen Zivilisten aufs Spiel setzen würden.

Il-20-Tragödie

Ein russischer Seefernaufklärer des Typs Il-20 war in Syrien in der Nacht zum 18. September 2018 abgeschossen worden. Dabei waren 15 russische Militärs ums Leben gekommen. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums Russlands hatten sich israelische Piloten absichtlich hinter dem russischen Flugzeug versteckt und es damit dem Angriff der syrischen Luftabwehr ausgeliefert, so dass die Il-20 von einem Luftabwehrsystem S-200 abgeschossen wurde. Die israelische Armee beschuldigte damals die libanesische Bewegung „Hisbollah“ des Vorfalls.

ak/sb/sna





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