Kranker Scherz: Blogger nach Coronavirus-Streich in Moskauer U-Bahn verhaftet – Video

Kranker Scherz: Blogger nach Coronavirus-Streich in Moskauer U-Bahn verhaftet – Video



Panorama

Zum Kurzlink

Ein junger Blogger hat zusammen mit seinen Freunden den Fahrgästen in der Moskauer U-Bahn einen Streich gespielt, doch dieser endete schlecht für die Spaßvögel. Dem tadschikischen Staatsbürger Karomat Dschabarow könnten im schlimmsten Fall nun bis zu fünf Jahre Haft drohen.

Die fragwürdige Aktion in der Moskauer Metro wurde gefilmt und später ins Netz gestellt. In dem Video ist ein junger Mann mit Gesichtsmaske zu sehen, der durch einen Waggon geht. Plötzlich fällt er zu Boden und beginnt, vor Schmerzen zu zucken. Andere Jugendliche eilen zur Hilfe, laufen aber bald wieder weg und rufen „Coronavirus! Coronavirus!“

Der Streich löste panikartige Szenen in dem Waggon aus: Die Fahrgäste sprangen auf und eilten zu den Ausgängen. Dabei hätte es leicht zu einer Massenpanik kommen können.

Das Video wurde schnell verbreitet, später wurde auch die Polizei darauf aufmerksam. Laut russischen Behörden haben die Jugendlichen gezielt Panik provoziert, ihnen wird zudem Rowdytum vorgeworfen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, Dschabarow wurde am 8. Februar verhaftet und kurz danach unter Auflagen wieder freigelassen.

Später stellte sich jedoch heraus, dass der Blogger eine falsche Adresse angegeben hatte, weshalb der Ermittler einen Haftbefehl gegen ihn erwirkte. Dschabarow bleibt vorerst 30 Tage in Untersuchungshaft.

Der Anwalt des Bloggers erklärte, sein Mandant habe nicht mit derart harten Konsequenzen gerechnet. Die ursprüngliche Absicht hinter seiner Aktion sei positiv gewesen: Dschabarow habe die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen wollen, dass mehr Schutzmasken getragen werden sollten.

ta/gs





Source link

Veritatis

Veritatis

Schreibe einen Kommentar